In Bückeburg, einer Stadt im Landkreis Schaumburg, hat die Polizei eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Ein 33-jähriger Mann versuchte, mit einem gefälschten 50-Euro-Schein an der Supermarktkasse zu bezahlen. Was sich zunächst wie ein harmloser Vorfall anhört, entwickelte sich schnell zu einer großangelegten Ermittlung, die mit der Beschlagnahme von etwa 78.000 Euro Falschgeld endete. Die Polizei in Nienburg berichtete, dass der Verdächtige beim ersten Besuch im Supermarkt nicht identifiziert werden konnte. Doch beim zweiten Mal fiel er den aufmerksamen Mitarbeitern auf, die sofort die Polizei alarmierten. Ermittlungen führten zu einer Durchsuchung seiner Wohnung, bei der die große Menge an Fälschungen entdeckt wurde. Außerdem stellten die Beamten ein Handy sicher, das möglicherweise weitere Hinweise liefern könnte. Diese Durchsuchung fand im Oktober statt und war Teil einer umfassenderen Untersuchung, die den Mann mit seinen Aktivitäten auf einem Online-Verkaufsportal in Verbindung brachte. Mehr zu dem Vorfall finden Sie bei NDR.

Die Ermittler haben es in den letzten Jahren mit einem besorgniserregenden Trend zu tun: Laut dem Landeskriminalamt betrug der Wert des gefälschten Geldes im vergangenen Jahr mehr als eine Million Euro. Umso wichtiger ist es, dass die Öffentlichkeit über die Merkmale von Falschgeld informiert wird. Die Deutsche Bundesbank weist darauf hin, dass moderne Banknoten recht einfach auf ihre Echtheit überprüft werden können. Sie empfehlen, die Sicherheitsmerkmale genau zu betrachten und auf verschiedene Aspekte zu achten. Das Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ sei hierbei besonders hilfreich. Darüber hinaus offeriert die Bundesbank kostenlose Schulungen zur Falschgelderkennung in ihren Filialen, um Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Informationen dazu finden sich unter dem Link der Deutschen Bundesbank.

Prävention im Fokus

Die Falschgeldstelle der Deutschen Bundesbank hat sich der Prävention von Falschgeld gewidmet. Ihre Arbeit konzentriert sich nicht nur auf die Begutachtung und Verwahrung von gefälschten Banknoten und Münzen, sondern auch auf die Aufklärung der Bevölkerung. Sie rät dazu, bei Erhalt von verdächtigen Banknoten sofort die Polizei zu benachrichtigen und diese nicht weiterzugeben. Vermutet man Falschgeld, sollte man sich niemals auf ein einzelnes Sicherheitsmerkmal verlassen, sondern mehrere Aspekte prüfen. Zudem erinnert die Bank daran, dass die Weitergabe von Falschgeld strafbar ist und schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Die Polizei und die Deutsche Bundesbank stehen somit gemeinsam in der Verantwortung, die Bevölkerung über Falschgeld aufzuklären und präventive Maßnahmen zu fördern. In Zeiten, in denen das Bargeld immer noch eine große Rolle im Alltag spielt, ist es wichtiger denn je, ein gutes Händchen für die Erkennung von Fälschungen zu haben.