In Buxtehude hat sich in der vergangenen Woche ein bedauerlicher Vorfall ereignet: Ein Parkautomat wurde mutwillig in die Luft gejagt. Zwischen dem 16. Dezember 2025, 8 Uhr, und dem 5. Januar 2026, 10 Uhr, platzierte ein unbekannter Täter einen Böller im Parkscheinfach des Geräts und zündete diesen. Der Automat wurde erheblich beschädigt, und die Schäden werden auf etwa 1500 Euro geschätzt. Wie Tageblatt berichtet, sind die Ermittlungen der Polizei bereits im Gange, und die Beamten bitten um Hinweise unter der Telefonnummer 04161/ 647115.
Solche Automatensprengungen sind alles andere als selten. Sie gehören zu den Straftaten, bei denen Täter versuchen, Geld oder Waren aus Automaten zu stehlen, indem sie Explosionen nutzen. Laut Wikipedia geschehen solche Vorfälle meist spät in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Dabei kommen oft zündfähige Gemische oder feste Sprengstoffe zum Einsatz. Die Herausforderung dabei: In vielen Fällen beläuft sich der durch die Explosion verursachte Sachschaden auf einen weit höheren Betrag, als die Beute wert ist.
Eine Welle von Automatensprengungen
Der Vorfall in Buxtehude reiht sich ein in eine Serie von ähnlichen Delikten im Kreis Stade. Zu Jahresbeginn gab es mehrere mutwillige Beschädigungen von Snackautomaten, wobei in einem besonders krassen Fall ein pyrotechnischer Sprengsatz an einem Automaten am Himmelpfortener Bahnhof zündete und einen Schaden von über 10.000 Euro hinterließ. Auch in Stade selbst gab es Sachbeschädigungen, etwa als die Scheibe eines Snackautomaten eingeschlagen wurde, was einige Hundert Euro kostete. In Hagen wurde ein Zigarettenautomat mit einem Sprengsatz aufgebrochen, während in Loxstedt ein unbekannter Täter versuchte, einen weiteren Automaten zu sprengen, jedoch von einem Zeugen gestört wurde. Dass die Polizei auch in diesen Fällen um Hinweise bittet, zeigt, dass das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen hier ernsthaft betroffen ist.
Die Sicherheit rund um Automaten ist in den letzten Jahren ein immer brisanteres Thema geworden. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 461 Geldautomaten gesprengt – ein Rückgang um 7,1 % im Vergleich zu 2022, wie die Tagesschau berichtet. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Gewaltbereitschaft der Täter hoch, und viele stammen aus professionell organisierten Banden, vor allem aus den Niederlanden. Die Sicherheitsmaßnahmen werden von Banken kontinuierlich verstärkt; dazu gehören zum Beispiel moderne Technologien und die nächtliche Schließung von Filialen.
Im Blickpunkt der Polizei
Die Polizei hat den Druck auf die Banken erhöht, um die Automaten besser zu sichern. Im Zuge dieser Maßnahmen sind auch Gesetzesänderungen in der Diskussion, die Strafen für Beteiligte an Automatensprengungen deutlich verschärfen sollen. Die Bundesregierung plant, die Freiheitsstrafen auf mindestens zwei Jahre anzuheben, um potenziellen Tätern das Handwerk zu legen.
Eine Kombination aus verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und härteren Strafen könnte dringend nötig sein, um die Bürger*innen vor diesen kriminellen Handlungen zu schützen und das allgemeine Sicherheitsgefühl zu verbessern. Buxtehude steht in dieser Hinsicht nicht nur für sich – die gesamte Region hat einen Plan nötig, um gegen diese wachsende Kriminalität anzukämpfen.