Die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) hat ganz frisch den Zuschlag für das ÖPNV-Gesamtnetz im Landkreis Uelzen erhalten. Die Entscheidung fällt im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens und gilt bis zum 31. Juli 2036. Dies berichtet az-online. Der Vertrag hat ein üppiges Volumen von 125 Millionen Euro über die nächsten zehn Jahre, was dem Verkehrsunternehmen eine stabile finanzielle Basis bietet.
Ab dem 1. August 2026 läuft die neue Vereinbarung und RBB wird jährlich etwa 12,5 Millionen Euro für ihre Aufgaben erhalten, wozu besonders die Schülerbeförderung zählt. Der bestehende Verkehrsvertrag endet am 31. Juli 2026. Damit treten frische Impulse in den ÖPNV ein, während bereits jetzt die Vorbereitungen laufen. RBB plant, zusätzliches Personal zu rekrutieren und neue Busse zu beschaffen, um den Verkehr zeitgemäß umsetzen zu können.
Flächendeckendes Busnetz
Das Busnetz wird den gesamten Landkreis flächendeckend erschließen, an Schul- und Ferientagen sogar noch intensiver. Laut Hansestadt Uelzen beinhaltet das Angebot sowohl Linienbusfahrten als auch Rufbusfahrten, für die eine telefonische Anmeldung erforderlich ist. Durch den Ausbau des Verkehrsangebots sollen insbesondere neue Orte, 25 an der Zahl, erstmals an den ÖPNV angeschlossen werden.
Das neue Liniennetz ist klar strukturiert und umfasst neun Hauptlinien, die an „0“ enden, sowie 27 Nebenlinien, die zwischen „1“ und „9“ eingeteilt sind und hauptsächlich auf den Schülerverkehr abzielen. Zusätzliche Rufbusfahrten sollen schwach genutzte Linienfahrten auf Nebenlinien ersetzen. Das alles wird ergänzt durch den „Entdecker-Bus“, der während der Sommermonate an Wochenenden den Service übernimmt.
Nachhaltige Verkehrslösungen
Der ÖPNV spielt eine enorm wichtige Rolle, insbesondere in Zeiten, in denen die Fahrgastzahlen in großen Städten wie Hamburg Rekorde erzielen. Doch in vielen Gegenden, so auch im Landkreis Uelzen, bleibt noch Luft nach oben. Laut Statista haben die Beförderungszahlen im Jahr 2023 deutschlandweit nicht die Werte von 2019 erreicht. Dennoch ist der öffentliche Nahverkehr in Ballungsräumen unverzichtbar, da er zur Reduzierung von Lärm- und Abgasemissionen beiträgt.
Ein Aspekt ist hierbei auch die zunehmende Zahl von E-Bussen, die den ÖPNV noch umweltfreundlicher machen. Der Umstieg auf elektrische Fahrzeuge wird Vorteile bieten, die weit über den Nutzen des Individualverkehrs hinausgehen. Die Bundesregierung hat sich zudem das Ziel gesetzt, die Verkehrsleistung im ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln und erarbeitet derzeit entsprechende Maßnahmen.
All diese Entwicklungen im ÖPNV im Landkreis Uelzen zeigen, dass die nächsten Jahre große Veränderungen bringen könnten, die nicht nur den Nahverkehr, sondern auch die gesamte Mobilität in der Region bereichern werden.