Die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) hat sich im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens den Zuschlag für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Uelzen bis zum 31. Juli 2036 gesichert. Dies wurde kürzlich bekannt gegeben und hat ein Volumen von 125 Millionen Euro über die Laufzeit von zehn Jahren. Ab dem 1. August 2026 wird die RBB jährlich rund 12,5 Millionen Euro für ihre Leistungen, insbesondere in der Schülerbeförderung, erhalten. Der aktuelle Verkehrsvertrag läuft am 31. Juli 2026 aus. Interessanterweise bleibt der Stadtbusverkehr in der Hansestadt Uelzen von dieser Regelung ausgenommen. Die RBB setzte sich gegen vier Mitbewerber durch und hatte ein Angebot für das Gesamtnetz im ÖPNV abgegeben. Die jährliche Gesamtfahrleistung beträgt 2,95 Millionen Fahrplan-Kilometer, aufgeteilt auf vier Teilnetze: Ost, Süd, West und Nord. Unterlegene Bieter hatten eine Einspruchsfrist von zehn Tagen, die bereits abgelaufen ist.

Um den neuen Verkehrsvertrag umzusetzen, plant die RBB, neues Personal zu rekrutieren und Busse zu bestellen. Aktuell sind im Landkreis Uelzen knapp 90 Busfahrer für die RBB im Einsatz. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt, um die Mobilität in der Region zu verbessern und die Schülerbeförderung zu optimieren. Die Regionalbus Braunschweig GmbH übernimmt Aufgaben, die zuvor von der Haller Busbetrieb GmbH (DB-Heidebus) ab dem 01.08.2016 durchgeführt wurden, seit dem 01.08.2019.

Struktur des Busnetzes und Verbesserungen

Das neue Busnetz im Landkreis Uelzen erschließt die Region flächendeckend an Schul- und Ferientagen. Es umfasst sowohl Linienbusfahrten als auch Rufbusfahrten, die eine telefonische Anmeldung erfordern. Ein Ziel des Landkreises Uelzen ist es, ein besser strukturiertes Verkehrsangebot von montags bis freitags zu gewährleisten. Dies wird durch die Sicherstellung einer Grundversorgung an Schul- und Ferientagen gemäß Nahverkehrsplan unterstützt. Das neue Liniennetz besteht aus 9 Hauptlinien, die an „0“ enden, und 27 Nebenlinien, die von „1“ bis „9“ nummeriert sind. Die Nebenlinien sind hauptsächlich auf den Schülerverkehr ausgerichtet und werden durch Rufbusfahrten ergänzt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die geplante Erhöhung der Anzahl der behindertengerechten Niederflur-Busse in den kommenden Jahren sowie die technische Aufrüstung aller Busse, um die Sicherstellung von Anschlüssen zu gewährleisten. Zudem werden 25 Orte erstmalig an den ÖPNV angeschlossen, und es sind gute Anschlüsse zum Schienenpersonennahverkehr an wichtigen Bahnhöfen vorhanden. Verbindungen zu den Nachbarlandkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg bleiben ebenfalls erhalten. Ein besonderes Highlight ist der „Entdecker-Bus“, der während der Sommermonate an Wochenenden das Angebot ergänzt.

Die Rolle des ÖPNV in der Region

Im Kontext der nationalen Mobilität ist der ÖPNV unverzichtbar, besonders in großen Ballungsräumen, wo überlastete Straßen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel notwendig machen. Laut aktuellen Statistiken liegt die deutschlandweite Beförderungszahl von Nahverkehrszügen und Linienbussen im Jahr 2023 unter dem Niveau von 2019. Dennoch trägt der ÖPNV zur Reduzierung von Lärm- und Abgasemissionen bei. Studien zeigen, dass ein Nahverkehrszug 65% weniger CO2 emittiert als ein Pkw. Die Bundesregierung hat das Ziel, die Verkehrsleistung im ÖPNV auf der Schiene bis 2030 zu verdoppeln, wobei die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels noch zu definieren sind.

Die Veränderungen im Landkreis Uelzen sind also nicht nur lokal von Bedeutung, sondern stehen im Einklang mit einem größeren Trend, der die Effizienz und Nachhaltigkeit des öffentlichen Verkehrs in Deutschland fördert. Mit diesen Fortschritten wird der ÖPNV in Uelzen nicht nur den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Für weitere Informationen zu den Änderungen und dem Busliniennetz im Landkreis Uelzen besuchen Sie bitte die Quelle oder die zweite Quelle für detaillierte Informationen.