Im Landkreis Stade sorgt ein Ausbruch der Geflügelpest für besorgte Gesichter. Heute, am 1. November 2025, hat das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz einen Infektionsfall in einem Geflügelmastbetrieb in der Samtgemeinde Fredenbeck festgestellt. Wie animal-health-online.de berichtet, mussten etwa 10.000 Stück Geflügel tierschutzgerecht unter amtlicher Aufsicht getötet werden.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde um den betroffenen Betrieb eine Drei-Kilometer-Schutzzone eingerichtet. In dieser Zone gilt ab heute eine allgemeine Aufstallungspflicht für alle Geflügelhalter, unabhängig von der Anzahl der Tiere. Für Betriebe mit mehr als 50 gehaltenen Geflügeln wurde die Aufstallungspflicht bereits am Freitag, dem 31. Oktober, wirksam.

Hintergrund der Geflügelpest

Die Geflügelpest ist eine Virusinfektion, die besonders bei Hausgeflügel verheerende Folgen haben kann. Bereits in der Vergangenheit gab es in Deutschland zahlreiche Ausbrüche dieser Tierseuche. Laut fli.de wurden im Januar 2024 insgesamt neun Ausbrüche von hochpathogener aviärer Influenza (HPAIV) H5 festgestellt, die verschiedene Betriebe betrafen. Auch Wildvögel sind betroffen; die Erkrankung wurde häufig bei Nonnengänsen gemeldet.

In letzter Zeit wurden mehrere Genotypen des Virus nachgewiesen, wobei der dominante Genotyp Ger-02-23-N1.1 im September 2023 registriert wurde. Diese wiederholten Ausbrüche werfen Fragen zur Biosecurity in der Geflügelhaltung auf und verdeutlichen die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Reaktion der Geflügelhalter

Die Situation stellt die Geflügelhalter vor große Herausforderungen, da die neuen Auflagen zusätzliche Belastungen mit sich bringen. Viele Geflügelzüchter sehen sich mit einem wirtschaftlichen Risiko konfrontiert, da sie sicherstellen müssen, dass ihre Tiere mit größter Sorgfalt gehalten werden, um weitere Krankheitsausbrüche zu vermeiden.

Obwohl sich die Lage möglicherweise zuspitzt, bleibt die Hoffnung, dass die schnellen Maßnahmen der Behörden dazu beitragen werden, die Krankheit unter Kontrolle zu halten. Wie ein Landwirt aus der Region betont: „Wir müssen jetzt umso mehr aufeinander achten und die Hygieneregeln einhalten.“

Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu beobachten, ob sich die Situation stabilisiert oder ob weitere Maßnahmen nötig sind. Die Geflügelpest bleibt somit ein ernstes Thema, das die gesamte Region betrifft und das Bewusstsein für die Gesundheitsvorsorge in der Tierhaltung schärft.