In Cloppenburg gibt es eine neue Initiative, die für mehr Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg sorgt. Der Senioren- und Pflegestützpunkt in der Pingel-Anton 23 wurde zur Notinsel ernannt. Diese Ernennung wurde von Daniela Hölscher, der Leiterin des Familienbüros der Stadt Cloppenburg, bekannt gegeben. Das Notinselprojekt, das von der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel+Gretel“ initiiert wurde, hat das Ziel, Anlaufstellen für hilfesuchende Kinder zu schaffen. Die erste Notinsel wurde im Rathaus der Stadt Cloppenburg eingeführt und wird in Kooperation mit der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auf 15 Anlaufstellen im Stadtgebiet erweitert.
Die Notinseln bieten Kindern Unterstützung in Notsituationen, aber auch in weniger dringenden Fällen, wie etwa bei Busverspätungen, einem Bedarf an Telefon oder einer Toilettennutzung. Die Beratungsstelle hat von Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Dies ist besonders wichtig, denn Kinder erleben im Alltag oft Ängste und Gefahren, insbesondere auf dem Schulweg.
Ein sicherer Rückzugsort
Das Notinselprojekt hat eine präventive Funktion, die darauf abzielt, Kinder auf ihren Wegen zu schützen. Geschäfte, die das Notinsel-Zeichen tragen, signalisieren Kindern, dass sie dort in Sicherheit sind. Diese Geschäfte setzen ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter. Aktuell gibt es über 250 Standorte in Deutschland, die sichere Zufluchtsorte für Kinder bieten. Insgesamt tragen etwa 17.000 Geschäfte das Notinsel-Zeichen, was das Bewusstsein für den Kinderschutz fördert und Kinder in Gefahr unterstützen soll.
Das Notinselprojekt ist ein bundesweites Vorhaben der Hänsel und Gretel Stiftung, das ursprünglich im Dezember 2010 in Essen vorgestellt wurde. Der VKJ (Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V.) ist dort der Träger des Projektes. In Essen gibt es derzeit 396 Notinseln, die als Schutzräume für hilfesuchende Kinder dienen. Menschen, die an diesen Notinseln arbeiten, sind auf solche Situationen vorbereitet und verfügen über ein erweitertes Führungszeugnis, das kostenlos erhältlich ist.
Ein wachsendes Problem
Hintergrund dieser wichtigen Initiative ist das zunehmend wachsende Problem von Gewalt und Übergriffen auf Kinder. Gefahren durch gleichaltrige Jugendliche, Diebe, Pädokriminelle und ausländerfeindliche Gruppen sind im Stadtleben leider alltäglich. Das Notinselprojekt bietet einen dringend benötigten Schutzraum für Kinder, die sich bedroht fühlen. Mit der Schaffung dieser Anlaufstellen wird ein Zeichen für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Jüngsten in unserer Gesellschaft gesetzt.
Für weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema können Sie die offizielle Webseite der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel+Gretel“ unter diesem Link besuchen. Auch die Details zur historischen Entwicklung und den aktuellen Stand des Projekts finden Sie unter diesem Link. Die Stadt Cloppenburg und die beteiligten Institutionen setzen sich gemeinsam dafür ein, Kindern ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem sie sich ohne Angst bewegen können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Notinselprojekt nicht nur ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern ist, sondern auch ein Signal an die Gesellschaft sendet, dass der Schutz der Jüngsten oberste Priorität hat.





