In Verden tut sich was! Die Planungen für die neue Rettungswache am Warwick-Platz nehmen endlich Gestalt an. Nach über zehn Jahren Vorbereitung soll der Baustart im kommenden Jahr erfolgen, wie die Kreiszeitung berichtet. Der Landkreis hat dafür das Grundstück von der Stadt Verden erworben, und es wird an den letzten Details des Entwurfs gefeilt.
Die neue Wache wird insgesamt zehn Stellplätze bieten, darunter Platz für sechs Regelrettungsdienstfahrzeuge sowie drei Reservefahrzeuge. Auch ein Stellplatz für zukünftige Anforderungen ist eingeplant. Im Gegensatz zu den großen Zirkussen, die mittlerweile auf dem Warwick-Platz nicht mehr ohne Weiteres auftreten können, bleibt jedoch genügend Raum für kleinere Veranstaltungen wie mobile Puppentheater.
Standort und Bauvolumen
Die Suche nach einem geeigneten Standort für die Rettungswache hat mehr als zwölf Jahre gedauert. In dieser Zeit wurden 18 Alternativen geprüft, bis im Jahr 2022 eine Teilfläche des Warwickplatzes mit einer Größe von 4.400 Quadratmetern ausgewählt wurde. Laut den weiteren Details von Weser-Kurier wird die neue Wache entlang des Parkplatzes West eingerichtet, mit Fahrzeughallentoren, die zur Lindhooper Straße ausgerichtet sind.
Der Bau wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt, wobei Verhandlungen mit den Krankenkassen über eine mögliche Kostenübernahme im Gange sind. Zu den geplanten Räumlichkeiten gehören Dusch- und Sanitärräume, acht Ruhezimmer sowie ein Verwaltungs- und Schulungstrakt. Um die Effizienz zu maximieren, werden moderne technische Lösungen wie Kommunikationssysteme und GPS-Tracking in die Planung integriert, umrissen auf der Webseite der RJ Architekten.
Die Herausforderungen der Planung
Planung und Bau einer Rettungswache sind alles andere als einfach. Der Bedarf muss genau ermittelt werden, um sicherzustellen, dass die Rettungsfahrzeuge innerhalb von zwölf Minuten beim Einsatzort sind. Hierbei spielen auch Anforderungen an die Arbeitssicherheit eine entscheidende Rolle. Es müssen diverse Akteure wie Katastrophenschutzvertreter, Architekten und Rettungsdienstleister zusammenarbeiten, um eine effiziente und sichere Wache zu schaffen.
Die Bürger in Verden dürfen sich auf eine zeitgemäße Infrastruktur freuen, die zukünftige Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern auch einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Notfallversorgung leistet. Was jedoch bleibt, ist die Frage, wohin die großen Zirkusse gehen sollen, die nun keine Veranstaltungsmöglichkeiten mehr im Stadtzentrum haben. Derzeit gibt es dafür keine Alternativen in Sicht.