Am 12. November 2025 fand der 41. Verhandlungstag im Prozess gegen Daniela Klette in Verden-Eitze statt. Diese Verhandlung beschäftigt sich mit 13 Geldbeschaffungsaktionen, die zwischen 1999 und 2016 in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stattfanden. Der Prozess, der bereits am 25. März 2025 begann, könnte bis ins Frühjahr 2026 andauern. Prozesstermine sind bis Ende September 2026 festgelegt und grobe Planungen reichen sogar bis Oktober 2026.https://de.indymedia.org/node/552586
Ein bemerkenswerter Punkt in diesem Verfahren ist, dass der 14. Anklagepunkt, der einen Mordversuch betraf, im Juli 2025 von der Richterkammer fallengelassen wurde. Zudem beantragte die Staatsanwaltschaft, fünf weitere Anklagepunkte, die Überfälle in Löhne, Celle, Stade, Elmshorn und Northeim betrafen, nicht weiter zu verfolgen. In diesen Fällen konnten viele Zeugen ihre Erinnerungen nicht mehr abrufen. Ein Überfall in Osnabrück, der 2015 stattfand, wird jedoch weiterhin behandelt und soll im Januar 2026 in den Prozess eingebracht werden.
Aufregung und Solidarität
Inmitten dieser rechtlichen Auseinandersetzungen gab es am 5. November 2025, dem 67. Geburtstag von Daniela Klette, eine berührende Szene im Gerichtssaal: Zuschauer sangen „Happy Birthday“. Zu diesem Anlass organisierten etwa 40 Menschen eine Kundgebung am Verdener Bahnhofvorplatz, und am 8. November fand eine weitere Solidaritätsaktion mit fast 30 Personen vor der JVA Vechta statt, wo Klette inhaftiert ist. Die Inhaftierte selbst war während dieser Aktionen in ihrer Zelle eingeschlossen.
Ein weiterer Prozessgegenstand wird während einer Podiumsdiskussion am 30. November 2025 im Linken Zentrum in Düsseldorf thematisiert. Dort wird auf die Umstände des Verfahrens und die Hintergründe von Daniela Klette eingegangen. Auch wenn die Rote Armee Fraktion (RAF) im aktuellen Prozess nicht behandelt wird, bleibt sie dennoch ein wichtiges Thema in der öffentlichen Diskussion.
Politischer Extremismus im Kontext
Die Entwicklung im Extremismusbereich und die damit verbundenen Delikte verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Hintergründe solcher Fälle zu verstehen und angemessene gesellschaftliche Lösungen zu finden. Bei Daniela Klette geht es nicht nur um ihre Taten, sondern auch um die Einordnung solcher Taten in das große Ganze der politischen Strömungen in Deutschland, wo sich viele Menschen von extremen Ideologien beeinflussen lassen.
Der Vorsitzende Richter Engelke hat am vergangenen Verhandlungstag die Staatsanwältin um einen entsprechenden Antrag gebeten, um den weiteren Verlauf des Prozess gestalten zu können. Eine Entscheidung darüber steht am 18. November 2025 an.