Am 6. März 2026 hat die SPD-Kreistagsfraktion in „Das Heinrich“ in Werder getagt, um ein zentrales Thema der Region zu besprechen: die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Landkreis Verden. Der Fraktionsvorsitzende Heiko Oetjen, zusammen mit Gästen wie Landrat Peter Bohlmann und weiteren wichtigen Vertretern, erörterte die steigenden Bevölkerungszahlen, die einen dringenden Bedarf an mehr Wohnraum mit sich bringen.
Die Kreisbaugesellschaft (KBG) spielt dabei eine Schlüsselrolle im Wohnraumbeschaffungsprogramm. Geplant ist die Fortführung der Investitionskostenzuschüsse von 5.000 Euro pro neuer Wohnung. Ein wichtiges Ziel dieser Initiative ist es, Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen zu entlasten und den Ausbau von barrierearmen Wohnungen voranzutreiben. KBG-Geschäftsführer Olaf Heitkamp berichtete über aktuelle Projekte, darunter 24 neue Wohnungen in Achim sowie die umfassende Sanierung von 280 Wohnungen in den letzten Jahren.
Investitionen in die Zukunft
Ein besonders ambitioniertes Neubauprojekt in Verden sieht vor, 30 Bestandswohnungen abzureißen, um Platz für 60 neue Wohnungen zu schaffen, mit einem Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro. Landrat Bohlmann betonte die Unterstützung der KBG durch Zuschüsse und wies darauf hin, dass die Einkommensgrenzen für Wohnungsberechtigungsscheine (B-Scheine) bereits erhöht wurden, was eine Anpassung in Zukunft angestrebt wird.
Ein weiteres Thema der Tagung war die Beseitigung von Frostschäden an Straßen, bei der neue Infrastruktur-Mittel von Bund und Land helfen sollen. Die Diskussion um den Wohnungsbau und die infrastrukturellen Gegebenheiten zeigt, wie eng diese Themen miteinander verknüpft sind.
Bundesweite Initiativen
Diese lokalen Bestrebungen stehen im Einklang mit einem umfassenden Maßnahmenpaket, das im Koalitionsvertrag als „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ vereinbart wurde. Im Oktober 2022 wurde eine Bau-, Investitions- und Innovationsoffensive zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum vorgestellt. Trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen haben die Bündnispartner bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Am 9. Dezember 2024 fand eine Bündnis-Spitzenrunde in Berlin statt, um Bilanz über die Fortschritte zu ziehen.
Der Bund hat hierbei verschiedene politische Maßnahmen auf den Weg gebracht, um klimagerechten Wohnraum zu fördern und Baukosten zu begrenzen. Das BMWSB koordiniert diesen Prozess und bindet weitere betroffene Ressorts ein. Auch Länder und Kommunen sind aktiv im Bündnis-Prozess engagiert, um gemeinsam Lösungen zu finden.
Die Herausforderungen im Wohnungsbau sind vielschichtig, doch durch die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen wird versucht, dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum gerecht zu werden. Der Bericht „Maßnahmen für eine Bau-, Investitions- und Innovationsoffensive“ bildet die Grundlage für einen gemeinsamen Umsetzungs- und Monitoring-Prozess bis Ende 2025, der die Bemühungen weiter vorantreiben soll.
Die Entwicklungen im Landkreis Verden und die bundesweiten Initiativen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen in der Bau- und Wohnungswirtschaft bleibt abzuwarten, wie erfolgreich diese Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden können. Der Austausch zwischen Kommunen, Ländern und dem Bund wird entscheidend sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen.





