Am Berliner Hauptstadtflughafen BER sorgte heute eine Drohnensichtung für ein plötzliches Durcheinander im Flugbetrieb. Für rund zwei Stunden wurde der gesamte Flugbetrieb eingestellt, was mehrere Flüge dazu veranlasste, umgeleitet zu werden, während ein Flug ganz ausfiel. Die Polizei ist zurzeit nicht in der Lage, nähere Informationen zu den Hintergründen oder möglichen Verantwortlichen der Drohnenflüge zu geben, was die Situation zusätzlich mysteriös hält. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art; der Flughafen München erlebte Anfang Oktober ähnliche Störungen durch Drohnen. Bis August 2025 wurden bereits 144 solcher Zwischenfälle an deutschen Flughäfen registriert, und die Tendenz ist steigend, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) berichtet.
Um die durch die Verspätungen verursachten Probleme zu mildern, durften Maschinen bis 2:00 Uhr nachts starten und die ganze Nacht über landen. Fünf Flugzeuge nutzten diese Regelung, während der Betrieb am Boden nicht beeinträchtigt war. Nach der kurzfristigen Sperrung konnte der Flugbetrieb am BER wieder regulär aufgenommen werden, wie ein Flughafensprecher betonte.
Ein brisantes Thema
Die jüngsten Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf ein zunehmend gefährliches Problem. Die ADV unterstreicht die Dringlichkeit, mit der geeignete Maßnahmen zum Schutz gegen Drohnenstörungen ergriffen werden müssen. Der Geschäftsführer Ralph Beisel appellierte an den Gesetzgeber, einen zentralen Ansatz zur Drohnenabwehr zu entwickeln, um Sicherheitsrisiken bei internationalen Flughäfen zu minimieren. Besonders während Start und Landung, sowie in der Nähe von Terminals stellen Drohnen eine erhebliche Gefährdung dar.
Es ist bedeutend, klar definierte Maßnahmen zu entwickeln, um Drohnen frühzeitig zu identifizieren und als potenzielle Bedrohungen bewerten zu können. Die Drohnentechnologie, die es ermöglicht, unbemannte Fluggeräte ferngesteuert oder autonom fliegen zu lassen, stellt eine neue Herausforderung für die Luftfahrtindustrie dar. Laut ADV sind daher Verbesserungen in der Sicherheitspolitik unumgänglich, um den Flughafenbetrieb vor Störungen zu schützen.
Ein Sicherheitsnetz aufbauen
Angesichts dieser Gefahren fordert die ADV eine staatlich finanzierte zentrale Drohnen-Detektion- und Abwehr. Die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei sowie dem Militär ist evident, um eine effektive Vorgehensweise gegen Drohnen zu entwickeln. Beisel betont, dass nicht nur aktuelle Störungen im Luftverkehr, sondern auch der mögliche Imageschaden durch solche Vorfälle ernst genommen werden müssen.
In Anbetracht der besorgniserregenden Zunahme an Drohnenstörungen ist es von essenzieller Bedeutung, dass Flughafenbetreiber und Sicherheitsbehörden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Die Themen Drohnenschutz und die Abläufe zum Umgang mit Drohnen müssen schnellstens weiterentwickelt werden, damit ein verlässliches Sicherheitsnetz entsteht.





