In einer umfassenden Aktion hat die Polizei heute sieben Verdächtige in Niedersachsen und den Niederlanden festgenommen, die im Verdacht stehen, einer internationalen Drogenbande anzugehören. Laut NDR wurden am Dienstag insgesamt 17 Wohn- und Gewerbegebäude durchsucht, darunter acht im Landkreis Wolfenbüttel und neun in den Niederlanden. Dabei stießen die Ermittler auf ein stillgelegtes Drogenlabor, in dem Chemikalien, Kochkessel und professionelles Equipment zur Drogenherstellung gefunden wurden.

Die Operation, die sich seit Dezember 2024 in der Vorbereitung befand, führte zur vorläufigen Festnahme von vier Personen im Bereich Wolfenbüttel. Gegen einen dieser Verdächtigen lag bereits ein Haftbefehl vor. Parallel dazu wurde auch in den Niederlanden zugeschlagen: Drei der Festgenommenen dort hatten ebenfalls Haftbefehle. Die Bande wird beschuldigt, bandenmäßigen Drogenhandel in nicht geringer Menge betrieben zu haben. In den beschriebenen Räumen sorgten die Behörden für zählbare Erfolge: Drogen und Bargeld im hohen fünfstelligen Bereich wurden sichergestellt.

Gefundenes Material und Der Wert der Drogen

Besonders alarmierend ist der Fund von sogenannten Kugelbomben, einem professionellen Feuerwerk, das möglicherweise für illegale Zwecke genutzt werden sollte. Während der Ermittlungen wurden kürzlich 130 Liter Amphetamin-Rohstoff an der niederländischen Grenze sichergestellt, dessen geschätzter Wert im zweistelligen Millionenbereich liegt. Das zeigt, dass die Polizei entschlossen gegen diese kriminellen Aktivitäten vorgeht.

Die Ermittler hatten im März zudem 900 Cannabis-Pflanzen in Bad Harzburg beschlagnahmt, was zeigt, dass die Drogenproduktion im regionalen Umfeld angewachsen ist. Außerdem führten die Ermittlungen über die Landesgrenzen hinweg nach Sachsen-Anhalt, wo gleichzeitig acht Wohnungen in Syke durchsucht wurden. Die Fahnder ließen dabei keinen Stein auf dem anderen. Ein weiterer Erfolg wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oyten verzeichnet, wo der Zoll Drogen entdeckte – ein mutmaßlicher Schmuggler war zuvor durch Pakete aufgefallen.

Ein strategischer Schritt gegen den Drogenhandel

Diese große Razzia ist Teil einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung des Drogenhandels, die nicht nur in Deutschland, sondern auch international koordiniert ist. Die Polizei hat ein gutes Händchen für die Ermittlungen bewiesen, die Licht ins Dunkel krimineller Netzwerke bringen sollen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen nicht nur kurzfristige Erfolge bringen, sondern langfristig auch die Drogenkriminalität in der Region eindämmen.

Die laufenden Ermittlungen werden sicher auch die Öffentlichkeit interessieren, da sie Einblicke in die Strukturen und das Ausmaß des Drogenhandels geben, der oft im Verborgenen agiert. Die Nachricht von dieser Operation ist für viele ein Zeichen, dass die Behörden entschlossen gegen das Drogenproblem vorgehen und auch international zusammenarbeiten.