Während sich die Freibadsaison in Wolfsburg dem Ende neigt, zieht die Stadt eine durchwegs positive Bilanz. Über 170.000 Gäste besuchten die drei städtischen Freibäder in diesem Sommer, auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20.000 Besucher gesunken sind. Laut WAZ waren es insgesamt 174.968 Besucher, wobei das Freibad Fallersleben mit 83.158 Gästen an der Spitze lag. Ein Blick auf die Besucherzahlen zeigt: Das VW-Bad folgte mit 78.096 Gästen, während das Freibad Almke mit nur 13.714 Besuchern etwas hinterherhinkte.
Die Saison erstreckte sich bis zum 14. September und insgesamt verbrachten die Menschen im Freibad Fallersleben die meiste Zeit in den kühlen Fluten. Der Juni war der Spitzenmonat mit beeindruckenden 54.063 Gästen, was auch dazu führte, dass an den einzelnen Tagen teilweise Rekordzahlen erreicht wurden. Besonders herausragend war der 22. Juni, als 3.723 Gäste das Freibad Fallersleben besuchten. Weniger Glück hatte jedoch das Freibad Almke, das am 22. Mai nur einen einzigen Besucher verzeichnen konnte.
Herausforderungen und Ausblicke
Nicht alles lief jedoch rund in den Freibädern. Die Heizung des Freibads Almke wurde seit Juni nicht mehr betrieben, was für kaltes Wasser sorgte. Ein Umstand, der sicherlich nicht zur Popularität des Bades beitrug. Stadtrat Andreas Bauer kündigte nun an, dass das kleine Becken im Freibad Almke für die nächste Saison beheizt wird, um die Attraktivität zu steigern. Dies ist besonders wichtig, da der Wasserpark Hehlingen, der in diesem Jahr vom 6. Juni bis 17. August geöffnet war und 4.178 Besucher anzog, ebenfalls eine Option für viele Badegäste darstellt.
Die technische Seite der Freibäder sah sich ebenfalls Herausforderungen gegenüber. Wegen Krankheit fiel ein Techniker aus, wodurch externe Firmen beauftragt werden mussten. Das VW-Bad musste zudem am 26. Mai wegen eines Defektes kurzfristig schließen, was die Saisonplanung zusätzlich erschwerte. Dennoch kann die Stadt mit der Durchführung der Sommernachtsschwimmen und neuen Angeboten wie Aqua Jogging im Freibad Fallersleben auf innovative Projekte zurückblicken.
Preisentwicklungen und Berufe im Schwimmbereich
Werfen wir einen Blick auf die allgemeine Entwicklung im Freizeitbereich: Im Mai 2025 erhöhten sich die Eintrittspreise für Schwimmbäder um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr, wie die Statistik auf destatis.de zeigt. Diese Preiserhöhungen könnten für zukünftige Saisonplanungen auch eine Rolle spielen.
Ein weiterer Aspekt ist die Ausbildung im Bereich Bäderbetriebe, die in den letzten Jahren gestiegen ist. Im Jahr 2023 begannen rund 600 Menschen eine Ausbildung, was einen Anstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Es zeigt sich, dass Berufe in diesem Bereich zunehmend Nachfrage erfahren, was die Basis für die kontinuierliche Verbesserung der Freibäder legt.
Für die nächste Saison wird man also gespannt sein, ob die Maßnahmen greifen und Freibad Almke eine Wende zum Besseren erfährt. Die Vorbereitungen laufen bereits, und wir hoffen, dass die kommenden Monate das Freibad wieder zum Besuchermagneten machen.