Mit frischem Wind und neuen Ideen geht der SV Werder Bremen in die aktuelle Bundesliga-Saison. Seit dem Wechsel von Ole Werner zu RB Leipzig hat Horst Steffen das Ruder übernommen. Der 56-Jährige bringt nicht nur Erfahrung aus seiner letzten Station bei SV Elversberg mit, wo er den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp verpasste, sondern verfolgt mit seinem Team auch eine deutliche Richtungsänderung in der Spielkultur. Wie ZDF Heute erläutert, hat Steffen in Bremen bereits den ersten Eindruck hinterlassen, auch wenn es noch Herausforderungen zu bewältigen gibt.
In den letzten Spielen musste die Mannschaft bereits einige Hürden nehmen. Verletzungen, wie das Fehlen von Marvin Ducksch und weiteren Schlüsselspielern, sowie noch nicht eingespielte Neuzugänge machen das Einspielen schwierig. Steffen betont die Notwendigkeit eines soliden Plans und klarer Abläufe, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein. Derzeit steckt das Team dennoch in einer gemischten Phase mit Platz 9 und 12 Punkten auf dem Konto. Ein Sieg gegen Wolfsburg käme da gerade recht, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu finden.
Ein neues System und frischer Teamgeist
Steffen präsentiert eine neue Spielidee, die sich von den vorherigen Abläufen unter Werner unterscheidet. Laut NADR ist seine taktische Ausrichtung variabel zwischen einem 4-3-3 und 4-2-3-1 System, das auf viel Ballbesitz und kontrollierte Offensive setzt. Steffen fördert nicht nur junge Talente, sondern setzt auf Teamgeist und transparente Kommunikation, um die Mannschaft wieder zusammenzuführen.
Die gemischten Leistungen der neuen Spieler zeigen bereits Ansätze, doch die Integration in das neue System erfordert Zeit. Spieler berichten von Verständnisschwierigkeiten, die teilweise auf unklare Laufwege zurückzuführen sind. Doch Steffen selbst hat ein gutes Händchen für die Förderung junger Talente, so dass die Fans auch hier optimistisch in die Zukunft blicken können.
Ein Blick auf die Herausforderungen
Die Herausforderungen sind vielfältig. Neben den verletzungsbedingten Ausfällen muss der Kader umgebaut werden. Zu den Abgängen von erfahrenen Spielern wie Pavlenka und Groß, kommt der Neuzugang von Maximilian Wöber auf Leihbasis, um frischen Wind in die Defensive zu bringen. Durch Investitionen in den Jugendcampus will Werder Bremen nicht nur auf kurzfristige Erfolge abzielen, sondern langfristig die Mitgliederzahl des Vereins auf rund 60.000 weiter steigern.
Steffen und sein Co-Trainer Raphael Duarte, der ihn bereits bei Elversberg unterstützte, stehen damit nicht nur vor der Aufgabe, ein schlagkräftiges Team zu formen, sondern auch die hohen Erwartungen der Fans und der Vereinsführung zu erfüllen. Mit seinen Prinzipien der kontrollierten Offensive und Förderung junger Spieler setzt er auf ein nachhaltiges Konzept, das auch für die kommenden Saisons bestehen bleiben soll.
Insgesamt ist es ein aufregendes Kapitel für Werder Bremen, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Ob der Wechsel an der Spitze des Trainerstabs tatsächlich den erhofften Aufschwung bringt, bleibt abzuwarten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das neue Konzept bei den Bremern fruchtet.