In der Volkswagen-Welt brodelt es gewaltig: Vorstandschef Oliver Blume steht vor weitreichenden Änderungen, die sich nicht nur auf seine Person, sondern auch auf die gesamte Belegschaft auswirken werden. Laut news38.de musste Blume auf einen Teil seines Gehalts verzichten, um den Forderungen von IG-Metall-Chefin Christiane Benner und Betriebsratschefin Daniela Cavallo nachzukommen. Fairness und Angemessenheit sind in der aktuellen Situation für die Beschäftigten von VW in aller Munde.

Mit einem Einkommen von 10,6 Millionen Euro im Jahr 2024 war Blume bereits der bestbezahlte CEO im DAX, doch nun wird sein Gehalt ab 2026 um 11 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme erfolgt inmitten einer schwierigen finanziellen Lage, denn der Nettogewinn des Unternehmens brach um satte 30 Prozent ein. Der Verlust von Marktanteilen, vor allem in wichtigen Märkten wie China, verstärkt den Druck auf die Unternehmensleitung.

Entlassungen und Einsparungen stehen bevor

Die Einsparungen, die unter Blume umgesetzt werden sollen, sind nicht zu unterschätzen. Bis 2030 plant VW, rund 35.000 Stellen abzubauen, um jährlich 15 Milliarden Euro zu sparen. Dies hat bei vielen Mitarbeitern Besorgnis ausgelöst und erzeugt ein Gefühl der Unsicherheit. Trotz der tragischen Lage ist Blume nicht bereit, seine Doppelrolle als Chef von VW und Porsche aufzugeben, was von einigen Kritikern als problematisch angesehen wird.

Mit der Entscheidung, sich nun ausschließlich auf den VW-Konzern zu konzentrieren, zeigt Blume, dass er die Herausforderung ernst nimmt. Kritiker könnten anmerken, dass er unter diesen Umständen mehr Verantwortung übernehmen sollte, um das Vertrauen der Belegschaft zurückzugewinnen.

Die Vergütungslandschaft in Deutschland verändert sich

Apropos Vergütung: Eine aktuelle Studie von tagesschau.de hat gezeigt, dass die Gehälter der Vorstände in großen deutschen Unternehmen im Jahr 2023 auf einen Rekordwert von durchschnittlich 2,65 Millionen Euro gestiegen sind. Allen voran schaffte es Blume, mit 10,3 Millionen Euro an die Spitze dieser Liste. Damit übertraf er die Vergütung von anderen großen Namen wie Björn Gulden (Adidas) und Christian Sewing (Deutsche Bank).

Diese Zahlen stützen sich auf die Gesamtdirektvergütung, die aus Fixgehalt und Boni besteht, und sie zeigen einen klaren Trend: Trotz stagnierender Umsätze und Gewinne in vielen DAX-Unternehmen nehmen die Gehälter der Top-Manager weiterhin zu. Dies wirft Fragen über die Angemessenheit dieser Gehälter auf, gerade in einer Zeit, wo den Mitarbeitern grundlegende Einschnitte bevorstehen.

Historisches Erbe der Volkswagen Motoren

Eine andere, weniger kontroverse Facette von Volkswagen sind die legendären luftgekühlten Motoren, die über Jahre hinweg das Herzstück des Unternehmens bildeten. Diese eignen sich nicht nur für die klassischen Modelle, sondern waren auch in verschiedenen Anwendungen äußerst populär. Wie vwforum.com berichtet, standen die wohl bekanntesten Modelle wie der Käfer und der VW Bus im Mittelpunkt dieses Erbes. Die robusten und einfachen Designs dieser Motoren sind bis heute bei Liebhabern sehr geschätzt.

Typische Beispiele sind die 1,2-Liter-Motoren, die im Käfer verbaut wurden, und die stärkeren 2,0-Liter-Motoren, die in späteren VW-Bussen Verwendung fanden. Diese Modelle sind nicht nur technische Meisterwerke, sondern tragen auch zur nostalgischen Identität der Marke VW bei.

In Anbetracht der vielen Herausforderungen, vor denen Volkswagen aktuell steht, bleibt abzuwarten, wie sich die Vergütungspolitik und die Personalstruktur in Zukunft entwickeln werden. Eines ist sicher: Die Geschichte von VW ist ebenso facettenreich wie turbulent.