Die Geschichte von Ali Yaman und Sirin ist eine berührende Erzählung über die erste Liebe, die Träume und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Diese beiden Abiturienten aus Bozcaada treffen sich einen Tag vor dem Ende der Sommerferien an der Landesbrücke, wo Ali Sirin seine lange zurückgehaltenen Gefühle gesteht. Doch Sirin lehnt ab, da sie befürchtet, dass eine Beziehung ihre Zukunftspläne gefährden könnte. Ihre Worte „Nicht jetzt, aber vielleicht eines Tages“ hallen in Alis Kopf nach, während die Jahre vergehen.
Jahre später, nach einer schmerzhaften Trennung von einer anderen Frau, sucht Ali Sirin auf. Doch auch sie hat inzwischen ihr eigenes Leben geführt und ist mit einem älteren Liebhaber zusammen. Als sie von diesem betrogen wird und erfährt, dass Ali verlobt ist, versuchen beide, ihre Wege erneut zu kreuzen. Doch die Umstände und Veränderungen in ihren Leben machen es schwierig, zu der unbeschwerten Liebe ihrer Jugend zurückzukehren. Sirin zieht schließlich mit Bedauern zurück nach Bozcaada, wo ihre Geschichte begann. Drei Jahre später treffen sie sich erneut an der Landesbrücke, als Ali sein Sommerhaus verkaufen will. Sie setzen sich, umarmen sich zum Abschied und lassen die Erinnerungen an eine vergangene Zeit Revue passieren. Für eine ausführliche Darstellung dieser Geschichte sei auf die Quelle verwiesen: Cineplex.
Die Bedeutung der ersten Liebe
Die erste große Liebe hinterlässt oft einen bleibenden Eindruck. Eine Umfrage einer Online-Partnerbörse zeigt, dass jeder Vierte zwischen 18 und 29 Jahren die erste Liebe für die schönste Beziehung hält. Viele Menschen träumen davon, ihre Jugendliebe wiederzusehen, wie das Beispiel von Martha, 35, zeigt, die trotz einer glücklichen Ehe häufig an ihre Jugendliebe Christian denkt. Diese nostalgischen Gedanken sind nicht ungewöhnlich, denn sie werden oft durch soziale Medien erleichtert, die die Suche nach alten Lieben vereinfachen. So sind Facebook-Nutzer im Schnitt über 3,5 Zwischenschritte mit früheren Partnern verbunden.
Ein Trend aus den USA, bekannt als „Rekindling“ (Wiederentfachen), zeigt, dass 40 % der Suchanfragen bei der Berliner Agentur „Wiedersehen macht Freude“ sich auf verflossene Liebe beziehen. Die Psychologieprofessorin Nancy Kalish dokumentierte über 2000 Fälle von Wiederbelebung alter Beziehungen und stellte fest, dass diese im Internetzeitalter ansteigend sind. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Experten vor den Risiken warnen, die mit der Wiederbelebung alter Beziehungen verbunden sind, insbesondere für Verheiratete. So bleiben 75 % der Paare, die ihre Jugendliebe wiederbeleben, nach 10 Jahren zusammen, was eine niedrige Scheidungsrate im Vergleich zu Zweitehen darstellt.
Nostalgie und ihre Auswirkungen
Nostalgie wird im Duden als „von unbestimmter Sehnsucht erfüllte Gestimmtheit“ definiert. Therapeutin Vera Matt hebt drei Hauptgründe hervor, warum Menschen nostalgische Gedanken an ihre Jugendliebe hegen. Erstens ist da die Sehnsucht nach einem jüngeren Ich und einer unbeschwerten Lebensphase ohne Verantwortung. Zweitens prägen erste Erfahrungen wie die erste Liebe das Leben stark und hinterlassen bleibende Eindrücke. Drittens entstehen oft Fragen wie „Was wäre wenn?“, wenn man an vergangene Beziehungen denkt.
Nostalgische Gedanken sind häufig Projektionen in die Vergangenheit und nicht unbedingt mit der Person selbst verbunden. Tagträume über vergangene Beziehungen sind nicht problematisch, solange sie nicht pathologisch werden. Erinnerungen an die Jugendliebe können genossen werden, solange man sich der eigenen Entwicklung bewusst ist. Schließlich sind die Vergangenheit und die Gegenwart nicht vergleichbar, und alte Beziehungen würden in der heutigen Zeit anders verlaufen. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema sei auf die Quelle verwiesen: watson.