Ein verheerendes Erdbeben hat jüngst die philippinische Region Cebu heimgesucht und dabei schwere Zerstörungen angerichtet. Die humanitäre Hilfe zeigt sich gewappnet: Das katholische Hilfswerk Missio Aachen hat umgehend 50.000 Euro als Soforthilfe bereitgestellt. Mit dieser Unterstützung sollen rund 300 Familien, die ihr Zuhause verloren haben, schnell und effektiv geholfen werden. Tragisch ist die Zahl der Todesopfer, die laut Behörden bereits über 70 beträgt, während hunderte Menschen verletzt wurden.
Die Zerstörungen sind enorm – unzählige Gebäude, darunter Wohnhäuser und gut besuchte Kirchen, wurden stark beschädigt. Besonders betroffen sind die Wallfahrtskirche Santa Rosa de Lima in Daanbantayan sowie der Glockenturm einer alten Kirche auf Bantayan Island. Erzbischof Alberto S. Uy hat die Pfarreien angewiesen, ihre Kirchengebäude bis zur Durchführung von Sicherheitsprüfungen nicht zu nutzen. „Die Lage ist angespannt“, merkt Ordensfrau Schwester Ailyn Binco an und schildert die drängenden Bedürfnisse der Menschen: Nahrungsmittel, Hygienesets und Notunterkünfte stehen ganz oben auf der Liste, da viele Familien nach dem Verlust ihrer Häuser auf der Straße leben müssen.
Ängste um Nachbeben und schwierige Bedingungen
Die Angst vor weiteren Nachbeben bleibt groß. Inmitten dieser Unsicherheit haben Hilfsmaßnahmen mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen: Zerstörte Straßen und Brücken erschweren die Ankunft der Hilfsgüter erheblich, so dass sich viele Menschen oft stundenlang zu Fuß auf den Weg machen müssen, um die Hilfsstellen zu erreichen. In dieser kritischen Phase bietet die Kirche auch seelischen Beistand sowie psychologische Hilfe an, um den traumatisierten Menschen eine Stütze zu sein.
Missio Aachen hat außerdem einen eigenen Spendenfonds eingerichtet, um die Partnerorganisationen auf den Philippinen gezielt zu unterstützen. Solche Hilfsaktionen sind dringend notwendig, wie die aktuellen Geschehnisse zeigen. Auch in Myanmar gibt es ein ähnliches Bild: Nach einem verheerenden Erdbeben dort, hat Missio Aachen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen. Die Zahlen der bestätigten Todesopfer unter den betroffenen Gemeinden sind erschreckend und sind auf über 1.600 gestiegen. Besonders die Stadt Mandalay leidet unter den Zerstörungen, wo die Infrastruktur, insbesondere Brücken und Straßen, komplett in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Hilfe vor Ort
Um der Not zu begegnen, entsendet Malteser International zwei Koordinatoren, die die laufenden Einsätze unterstützen. Auch weitere Hilfsorganisationen sind bereits im Einsatz: Das Deutsche Rote Kreuz koordiniert die Soforthilfe zusammen mit internationalen Partnern, während die Welthungerhilfe 100.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt hat. Unterstützung kommt zudem durch das Technische Hilfswerk (THW), das die Situation beobachtet und potenzielle Einsätze in der Wasser- und Energieversorgung vorbereitet.
Ein Blick auf die weltweite Situation zeigt, wie wichtig die Hilfe für Katastrophenopfer ist. Die Organisationen, wie Habitat for Humanity, spannen ein Netz zur Unterstützung, das sich nicht nur auf Wiederaufbau konzentriert, sondern auch langfristige Lösungen anstrebt. Wie berichtet, sind zahlreiche Häuser, insbesondere in der Ukraine, reparaturbedürftig und die Kosten dafür liegen im durchschnittlichen Bereich von 2.500 bis 4.000 Euro pro Haus.
Die Herausforderungen, die solche Naturkatastrophen mit sich bringen, sind immens, doch die organisierte Hilfe und das Engagement von Hilfswerken zeigen, dass auch in dunklen Zeiten Hoffnung besteht. Es bleibt zu hoffen, dass die akuten Bedürfnisse der Menschen schnell und nachhaltig gedeckt werden können.