In Aachen wurde am heutigen Tag, dem 7. Februar 2026, eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Diese 250 Kilogramm schwere Bombe wurde während Bauarbeiten in der Innenstadt gefunden. Die Entschärfung ist für den Nachmittag geplant, was weitreichende Auswirkungen auf die Umgebung hat.
Das Evakuierungsgebiet erstreckt sich über einen 400-Meter-Radius um den Fundort. Dies betrifft unter anderem den Aachener Hauptbahnhof, das Gymnasium St. Leonhard, die Grundschule am Fischmarkt sowie das WDR-Landesstudio Aachen. Infolge der Evakuierung mussten auch mehrere Verwaltungsgebäude, darunter die Ausländerbehörde in der Hackländer Straße, geschlossen werden. Die Termine der Ausländerbehörde werden an einen anderen Standort verlegt, um die betroffenen Bürger nicht noch zusätzlich zu belasten. In der gesamten Evakuierungszone sind etwa 6.200 Menschen betroffen.
Schutzmaßnahmen und Schulbetrieb
Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Leonhard wurde Distanzunterricht eingerichtet, während die Kita St. Marien geschlossen bleibt. Um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten, wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Die Anwohner sind aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, da die Polizei im Falle einer Weigerung zur Türöffnung bereit ist. Die Informationen über die Evakuierung werden über Social Media und die Internetseite der Stadt bereitgestellt, um alle Betroffenen zeitnah zu informieren.
Die Sperrung des Aachener Hauptbahnhofs hat auch Auswirkungen auf den Zugverkehr: Die Züge der Linien RE 1 und RE 9 fahren nicht ins Aachener Zentrum, und auch Fernzüge sind von der Sperrung betroffen. Außerdem können viele Bushaltestellen nicht angefahren werden, weshalb Umleitungsstrecken für die Busfahrten organisiert wurden.
Hintergrundinformationen zur Bombenentschärfung
Der Fund von Weltkriegsmunition und die damit verbundenen Evakuierungen sind keine Seltenheit in Deutschland. Alte Munition kommt häufig bei Bauarbeiten ans Licht, und Experten müssen diese dann entschärfen oder kontrolliert sprengen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst berechnet den Evakuierungsradius, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Bei einer angeordneten Evakuierung sind die Bewohner rechtlich verpflichtet, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Verantwortung für die Evakuierung liegt bei den Betroffenen, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto in Sicherheit bringen müssen. Für Mobilitätsprobleme stehen Hilfsdienste zur Verfügung.
Es wird empfohlen, einen Rucksack mit Notgepäck zu packen, um im Falle einer länger andauernden Evakuierung gut vorbereitet zu sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt hierzu hilfreiche Empfehlungen.
Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen sind auf der Webseite der Stadt Aachen und über die sozialen Medien abrufbar. Diese Ereignisse verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig es ist, in solchen Situationen besonnen zu handeln und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
Für detaillierte Informationen zur Situation in Aachen, besuchen Sie bitte die Quelle von WDR und die Berichterstattung von n-tv. Weitere Erklärungen zu den Abläufen bei Bombenfunden finden Sie auch bei t-online.