Am Dienstag, den 04.03.2026, war in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein großflächiger Stromausfall zu verzeichnen, der die Erreichbarkeit vieler Kommunalverwaltungen erheblich beeinträchtigte. Der Ursprung des Problems lag im Rechenzentrum des kommunalen IT-Dienstleisters Regio IT in Aachen, wo der Stromausfall am Montagabend, 03.03.2026, gegen 19:30 Uhr begann. Dies führte dazu, dass viele Mitarbeiter keinen Zugriff auf interne Software hatten und das Internet in mehreren Bereichen ausfiel. Die ersten Meldungen über die Störungen kamen aus Aachen, wo die Verwaltung weder online noch telefonisch erreichbar war. Auch die Stawag, Schulen und die ASEAG waren betroffen, was zu einem Ausfall der Echtzeit-Informationen an Haltestellen führte.
Die Störung hatte Auswirkungen bis in den frühen Mittwochmorgen, 04.03.2026. Regio IT gab am Mittwochmorgen bekannt, dass die Störung behoben sei und der Regelbetrieb wieder anläuft, jedoch könnten vereinzelt noch Einschränkungen auftreten. Dieter Ludwigs, Geschäftsführer von Regio IT, erklärte, dass eine zentrale Netzkomponente durch den Stromausfall beschädigt wurde. Das Notaggregat war zwar angelaufen, kam jedoch nicht zur Gänze gegen die Unterbrechung des Stroms an.
Betroffene Regionen und Dienstleistungen
Nicht nur Aachen, sondern auch andere Städte und Kreise wie Düren, die Städteregion, Erkelenz, Eschweiler sowie die Kreise Heinsberg und Euskirchen waren von den Störungen betroffen. Rund 100 Kommunen in NRW meldeten Probleme. In Wuppertal und Remscheid gab es Einschränkungen beim städtischen Bürgerservice, insbesondere im Serviceportal. Im Hochsauerlandkreis wurden Bürger gebeten, ihre Termine vorerst nicht wahrzunehmen und neue Termine zu buchen. Auch in Oberhausen, Duisburg, Gelsenkirchen, Bonn, dem Kreis Warendorf und Gütersloh waren die Behörden betroffen.
Die Stadt Remscheid hatte alle Kfz-bezogenen Termine abgesagt und empfahl, neue Buchungen vorzunehmen. In Gelsenkirchen war die Anmeldung mit BundID nicht möglich und die Online-Dienste waren eingeschränkt. Bielefeld sah sich gezwungen, alle Termine bei der Bürgerberatung abzusagen, während diverse Online-Dienste nicht verfügbar waren. Auch die Jobcenter und das Straßenverkehrsamt in Gütersloh waren nicht arbeitsfähig.
Krisenmanagement und Zukunftsausblick
In Aachen wurde ein Krisenstab einberufen, um die Situation zu bewältigen. Die Notfallnummer 112 blieb durchgehend erreichbar. Regio IT arbeitet weiterhin an der Behebung der Störungen, doch ein genauer Zeitraum für die vollständige Wiederherstellung der Systeme ist derzeit nicht bekannt. Bürger wurden angehalten, ihre Termine für Kfz-Angelegenheiten und Bürgerberatungen vorerst nicht wahrzunehmen. Einige Stellen sind per E-Mail für Notfälle erreichbar, und die Behörden empfehlen, sich über offizielle Informationsseiten über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.
Diese Störung verdeutlicht die Anfälligkeit kommunaler IT-Infrastrukturen und die weitreichenden Auswirkungen, die ein einziger technischer Ausfall auf die öffentliche Verwaltung und die Bürgerdienste haben kann. Die Situation in NRW ist ein eindringlicher Reminder dafür, wie wichtig eine robuste und zuverlässige digitale Infrastruktur ist, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Weitere Informationen sind unter Tagesschau und Regional Update verfügbar.





