Ein packendes Volleyball-Derby fand gestern im Berg Fidel statt, als der USC Münster den Ladies in Black Aachen gegenübertrat. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 2.015 Zuschauern, was für ein Heimspiel wieder einmal eine imposante Zahl ist, mussten die Gastgeber am Ende eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Ein Teil der Zuschauer waren zahlreiche Anhänger des Aachener Teams, die für die notwendige Stimmung sorgten und ihren Verein zum Sieg trugen.
Wie das USC Münster Team berichtet, begann das Spiel eher zäh für die Münsteranerinnen. Aachen drückte von Anfang an aufs Tempo und beeindruckte mit ihrer starken Block-Feld-Abwehr und einem variablen, unberechenbaren Angriffsspiel. Der erste Satz endete mit 22:25 gegen den USC, der zwar aufholte, aber letztendlich die Nerven nicht behielt.
Ein emotionales Derby mit viel Herz
Im zweiten Durchgang zeigte sich Aachen konstant stark und führte schnell mit 2:0 Sätzen, während der USC sich schwer tat, Durchschlagskraft zu entwickeln. Doch die Münsteranerinnen gaben nicht auf und kämpften sich im dritten Satz zurück ins Spiel. Sie übernahmen die Führung und gewannen diesen mit 25:21, was die Hoffnung auf eine Wende aufkeimen ließ.
Der vierte Satz begann jedoch wieder favorisiert von Aachen, das früh mit 5:1 in Führung ging. Der USC schloss zwar auf, kämpfte sich bis auf 8:9 heran, doch Aachen ließ sich nicht beirren und holte sich den Satz mit 25:22 sowie den gesamten Sieg.
Ein emotionales Duell also, in dem hitzige Diskussionen und leidenschaftliche Spielzüge nicht ausblieben. Die Siegerehrung wurde von Roland Klein von der Sparkasse MSLO durchgeführt, und sowohl die Aachener Celina Jebens als auch die Münsteraner Esther Spöler wurden als MVPs ausgezeichnet.
Vorbereitung auf ein Jubiläum
Besonders interessant war die große Delegation des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die an diesem Tag anwesend war, um das 70-jährige Bestehen des Verbandes zu feiern. Die Feierlichkeiten werden sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nicht zuletzt durch die hervorragende Atmosphäre und den Einsatz der Spielerinnen.
Im Kontext des Volleyballsports in Deutschland ist es auch erwähnenswert, dass Renate Riek-Bauer mit 518 Länderspielen die Rekordnationalspielerin der Frauen ist. Auch das Team von Münster hat talentierte Spielerinnen, die in der deutschen Nationalmannschaft spielen könnten. Aktuelle Nationalspieler sind unter anderem Marcus Böhme und Lukas Kampa, die schon zahlreiche Länderspiele absolviert haben und immer wieder für Furore sorgen.
Insgesamt hat das Derby am Samstag einmal mehr gezeigt, wie leidenschaftlich der Volleyballsport in Deutschland lebt und wie wichtig solche Duelle für die Fans, die Teams und die gesamte Szene sind. Man darf gespannt sein, wie sich der USC Münster im nächsten Spiel schlägt und ob sie den Mut finden, aus Niederlagen zu lernen und stärker zurückzukommen.