Die kalte Jahreszeit hat uns fest im Griff, und damit wird das Thema Heizung wieder besonders aktuell. Doch aufgepasst, Mieter in Köln: Laut der Verbraucherzentrale NRW sollten Heizkörper nicht selbstständig entlüftet werden. Das kann gefährliche Folgen haben, wenn es zu einem kompletten Ausfall der Heizung kommt. Denn bereits geringe Luftanteile im Heizsystem können zu einem unzureichenden Wärmefluss führen und lästige Geräusche wie Gluckern verursachen, die den Energieverbrauch um bis zu 15 % erhöhen können. In einer durchschnittlichen Wohnung können sich hieraus bis zu 40 Euro Mehrkosten pro Jahr ergeben, warnt die Verbraucherzentrale NRW.
Wenn die Heizkörper nicht richtig warm werden oder Sie gluckernde Geräusche hören, ist es unbedingt ratsam, den Vermieter zu informieren. Es kann nämlich schnell zu einem niedrigeren Druck im Heizsystem kommen, was die Heizung abschaltet. Typische Hinweise auf Luft in den Heizkörpern umfassen kalte Heizkörper an der Oberseite und verzögerte Heizleistung. Dabei sollten Mieter nicht in Eigenregie handeln, wenn damit ein umfassender Entlüftungseingriff verbunden ist. Gelegentliches Entlüften ist in Ordnung, solange nur Luft aus dem Heizkörper entweicht und keine zentrale Nachbefüllung notwendig ist.
Verantwortung und Instandhaltung der Heizungsanlage
Der Vermieter trägt die Verantwortung für die Instandhaltung der Heizungsanlage. Ein Protokoll über die reguläre Wartung könnte hier hilfreich sein, denn viele Vermieter haben das Entlüften nicht im Kopf. Zudem empfiehlt es sich, die Heizungsanlage jährlich durch einen Fachmann prüfen zu lassen. Bei der Wartung werden nicht nur die Heizkörper entlüftet, sondern auch Kessel und Brenner gereinigt, Abgase gemessen und Sicherheitseinrichtungen überprüft. Wartungsarbeiten sollten idealerweise im Frühjahr nach der Heizperiode durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Anlage für die nächsten kalten Monate einsatzbereit ist, wie auf deutschesmietrecht.de nachzulesen ist.
Dazu kommt: Bei jeder Wartung sollten auch Abnutzungen von Teilen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. So können Mieter sicherstellen, dass ihr Heizsystem effizient und ohne Risiken funktioniert. Das kann sich auch positiv auf die Heizkosten auswirken, insbesondere wenn die Anlage gut gewartet ist und optimal eingestellt wird. Mieter sollten auch dafür sorgen, dass ihre Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge blockiert werden, um die Effizienz zu steigern.
Praktische Tipps zur Heizkostensenkung
Um Heizkosten zu sparen, können Mieter zudem einfache Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört das richtige Lüften; täglich zwei bis drei mal für etwa zehn Minuten Fenster weit öffnen und die Raumtemperaturen anpassen: In Wohnräumen sollten optimale Temperaturwerte zwischen 20 und 22 °C liegen, im Bad klimatisiert auf 24 °C bei Benutzung und in Fluren und Schlafzimmern auf 18 °C gehalten werden. Bei längerer Abwesenheit ist es ratsam, die Heizung herunterzudrehen oder ganz auszuschalten.
Für all jene, die in Köln in Mehrfamilienhäusern leben, gilt es also, das Thema Heizungswartung und die Kommunikation mit dem Vermieter aktiv anzugehen. Denken Sie daran: Ein gut funktionierendes Heizsystem schont nicht nur den Geldbeutel, sondern sorgt auch für wohlige Wärme in der kalten Jahreszeit.