In Nordrhein-Westfalen (NRW) sind derzeit mutmaßliche Betrugsmaschen im Zusammenhang mit sogenannten Laternenfestivals aufgetaucht. Diese Veranstaltungen, die in zahlreichen Städten wie Düsseldorf, Köln, Essen/Duisburg, Bonn und Wuppertal beworben werden, versprechen ein spektakuläres Erlebnis, bei dem Lampions in den Nachthimmel steigen. Doch die Realität sieht anders aus: Viele dieser Events existieren nicht, und die Ticketpreise bis zu 30 Euro scheinen nur ein Vorwand zu sein, um ahnungslose Käufer zu täuschen. Ein Anbieter, der im Mittelpunkt dieser Machenschaften steht, ist die Webseite laternenfestival.com, die Veranstaltungen für Mitte Februar angekündigt hatte.

Das Problem ist, dass die beworbene Veranstaltung in Düsseldorf bereits aufgrund schlechten Wetters auf Mitte April verschoben wurde. Berichte von betroffenen Kunden zeigen, dass es sich hierbei um eine weit verbreitete Masche handelt. Die Webseite selbst wirkt auf den ersten Blick professionell, hat jedoch einige Merkwürdigkeiten, die Zweifel aufkommen lassen. Ein besonders auffälliger Punkt ist die Verwendung eines Fotos des Kölner Doms zur Bewerbung des Events in Düsseldorf. Zudem gibt das Impressum der Seite eine Firma namens „Laternenfestival“ mit Sitz in Berlin an, die jedoch nicht im Unternehmensregister zu finden ist und auch auf Google Maps nicht existiert.

Warnung der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale hat bereits im Oktober 2025 vor laternenfestival.com gewarnt und die Seite als potenziellen Fakeshop eingestuft. Wichtige Gründe für diese Warnung sind das fehlende korrekte Impressum, der unklare Vertragspartner sowie die Tatsache, dass die beworbenen Laternen in Deutschland aus Brandschutzgründen verboten sind. Auch in Österreich sind ähnliche Betrugsfälle aufgetreten, was die Dimension dieser Machenschaften unterstreicht.

Für Käufer, die bereits Tickets für diese nicht existierenden Veranstaltungen erworben haben, gibt es einige Schritte, die sie unternehmen können. Es wird empfohlen, sich an Zahlungsdienstleister wie PayPal oder die eigenen Kreditkartenanbieter zu wenden, um Käuferschutz oder ein Chargeback-Verfahren zu nutzen. Darüber hinaus sollten Betroffene sich an die Verbraucherzentrale oder die Polizei wenden, um weitere rechtliche Schritte zu prüfen.

Aufklärung ist wichtig

Die aktuellen Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, kritisch mit Informationen aus dem Internet umzugehen. Kriminelle versuchen, die Gutgläubigkeit der Menschen auszunutzen, und die Betrugsmasche ist nicht auf Deutschland beschränkt. Ähnliche Fälle wurden auch in anderen Ländern wie Österreich gemeldet, was darauf hinweist, dass solche Fakeshops ein weit verbreitetes Problem darstellen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat ebenfalls vor der betrügerischen Webseite gewarnt und rät zur Vorsicht.

Die Freude an Laternenfestivals, wie sie in vielen asiatischen Kulturen gefeiert werden, sollte nicht durch solche betrügerischen Machenschaften getrübt werden. Daher ist es entscheidend, sich vor dem Kauf von Tickets über die Seriosität der Anbieter zu informieren und im Zweifel lieber auf Nummer sicher zu gehen.