Im Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld entfaltet sich ein faszinierendes kulturelles Ereignis: Die Ausstellung „Aatifi – Maraka“ wurde bis zum 26. April 2026 verlängert. Diese Ausstellung ist die erste institutionelle Einzelausstellung des afghanisch-deutschen Künstlers Aatifi in seiner Heimatstadt und hat seit ihrer Eröffnung Ende November 2025 mehr als 1.700 Besucher aus Bielefeld, Ostwestfalen-Lippe, ganz Deutschland sowie aus Ländern wie Dänemark, Frankreich, Italien, der Türkei, der Ukraine und den USA angezogen. Der Titel „Maraka“ bedeutet in Paschtu Austausch, Begegnung und Gespräch, was das Konzept der Ausstellung treffend zusammenfasst.
Aatifi, der 1965 in Kandahar geboren wurde und seit 25 Jahren in Bielefeld lebt, hat eine eigenständige, universell verständliche Bildsprache entwickelt. In der Ausstellung sind insgesamt 108 Werke zu sehen, darunter Malereien, Tuschezeichnungen und Unikatdrucke. Besonders bemerkenswert ist, dass 25 Werke anlässlich des 25-jährigen Atelierjubiläums des Künstlers im Jahr 2025 speziell für diese Ausstellung geschaffen wurden. Viele der Arbeiten verbinden traditionelle islamische Kalligrafie mit zeitgenössischer westlicher Kunst und bestehen aus abstrakten Fragmenten arabischer Schriftzeichen in einem modernen Kontext.
Vielfältiges Bildungsprogramm und Veranstaltungen
Das Bildungsprogramm, das durch die GOLDBECK Stiftung gefördert wird, bietet in den ersten drei Monaten 61 Angebote, darunter Sonderführungen und Workshops. In den kommenden zwei Monaten sind 20 Sonderführungen sowie öffentliche Führungen an Sonn- und Feiertagen geplant. Am 25. April 2026 wird das Kunstforum zudem bis Mitternacht geöffnet sein, um die 24. Nacht der Bielefelder Museen, Galerien und Kirchen zu feiern. Die letzte Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen, bietet sich am 26. April 2026 von 12 bis 18 Uhr, einschließlich einer abschließenden öffentlichen Führung um 15 Uhr.
Aatifi selbst kuratiert die Einzelausstellung und präsentiert farbintensive Malereien und Papierarbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen. Ein Raum im Kunstforum wird sogar in ein lebendiges Atelier verwandelt, um den Entstehungsprozess eines Werks sichtbar zu machen. Dieses Konzept fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch den interkulturellen Austausch, was besonders für Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte von Bedeutung ist.
Unterstützung durch Förderprogramme
Die Unterstützung für Kunstprojekte wie „Aatifi – Maraka“ ist von zentraler Bedeutung. In Deutschland gibt es zahlreiche Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene sowie durch Stiftungen, Banken und Unternehmen. Programme wie die Stiftung Kunstfonds oder die Kulturstiftung des Bundes bieten Stipendien, Kunstpreise und Residencies im Bereich der Bildenden Kunst an. Diese Initiativen sind entscheidend, um Künstlern und Kunstprojekten die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre Visionen verwirklichen können.
Insgesamt zeigt die Ausstellung „Aatifi – Maraka“ nicht nur die künstlerische Vielfalt und das Talent von Aatifi, sondern auch die Bedeutung von Austausch und Dialog in der Kunst. Besuchen Sie die Ausstellung im Kunstforum Hermann Stenner und erleben Sie die faszinierende Verbindung von Tradition und Moderne hautnah. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter diesem Link und zur Förderung von Kunstprojekten unter hier.





