Am 1. Januar 2024 übernehmen Notärzte des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) die Luftrettung in Rheine. Mit dem gelben ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph Europa 2“ wird die Versorgung der Patienten in der Region Münsterland sowie in den Niederlanden sichergestellt. „Christoph Europa 2“, der seit 1997 in Rheine stationiert ist, wird vom ADAC betrieben und erhält wertvolle Unterstützung von der örtlichen Feuerwehr sowie der Mathias-Klinik. Das Ende der Kooperation mit der Mathias-Klinik wurde im Spätsommer 2025 angekündigt, wodurch die Zukunft des Standorts jedoch nicht gefährdet ist. Der ADAC führt bereits Gespräche mit anderen Kliniken, um die Luftrettung in Rheine weiter aufrechtzuerhalten.
Wie nw.de berichtet, fliegt „Christoph Europa 2“ tagsüber und hat keinen Nachtschichtbetrieb. Der Hubschrauber stellt eine wichtige Verbindung für Notfälle in der Region her und besitzt ein weitreichendes Einsatzgebiet bis nach Ostwestfalen-Lippe (OWL). Im Jahr 2022 wurde der Hubschrauber 1120 Mal eingesetzt und konkurrierte hierbei mit „Christoph 13“ aus Bielefeld, der 1102 Flüge absolvierte. Bei „Christoph 13“ waren Verkehrsunfälle mit 50% der Einsätze sowie Herz-Kreislauf-Versagen mit 23% die häufigsten Einsatzgründe.
Verbesserung der Notfallversorgung
Die neue Kooperation zwischen dem EvKB und dem ADAC zielt darauf ab, die medizinische Versorgung in der Region zu verbessern. Thorsten Kaatze, Geschäftsführer des EvKB, sieht dieses Vorhaben als entscheidenden Schritt, um das Profil des EvKB in der Notfallmedizin zu stärken. Sebastian Rehberg, Direktor der Klinik, hebt die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit niederländischen Partnern in der Luftrettung hervor. Dies unterstreicht, wie wichtig grenzüberschreitende Kooperationen in der heutigen Zeit sind – nicht nur für die Patientenversorgung, sondern auch für die Weiterentwicklung der Notfallmedizin.
Die Luftrettung in Deutschland ist ein essenzieller Bestandteil des Rettungsdienstes und hat sich seit den 1970er Jahren als wichtiges Ergänzungsangebot etabliert. Die ersten Feldversuche in den 1960er Jahren führten zur Einführung regulärer Rettungshubschrauber, die heute flächendeckend im Einsatz sind. Laut Wikipedia gibt es derzeit 88 Rettungshubschrauber-Stationen in Deutschland, wobei eine Vielzahl rund um die Uhr bereitsteht. Die Finanzierung erfolgt über Verträge mit den Bundesländern und Zulassungen durch Kostenträger, was bedeutet, dass den Patienten keine Kosten für den Einsatz des Rettungsmittels entstehen, ausgenommen Selbstzahler.
Engagement und Sicherheit
Die DRF Luftrettung, eine zentrale Organisation in der Luftrettung, betreibt zahlreiche Stationen an verschiedenen Standorten. Sie meldet täglich Einsätze in der Notfallrettung und hat sich zum Ziel gesetzt, die optimale notfallmedizinische Versorgung sicherzustellen. So können nicht nur Leben gerettet, sondern auch die Versorgungskapazitäten in strukturschwachen Gebieten verbessert werden. Wie drf-luftrettung.de betont, umfasst ihr Angebot auch Rückholungen aus dem Ausland sowie Verlegungsflüge.
Die Luftrettung hat sich nicht nur als eine zusätzliche Möglichkeit zur schnellen medizinischen Versorgung etabliert, sondern auch als unverzichtbarer Bestandteil im Rettungsdienst in Deutschland. So ist es wichtig, die fortlaufende Weiterentwicklung der Luftrettung zu unterstützen und sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.