Am Freitagabend sorgten zwei Männer am Flughafen Köln/Bonn für Aufregung, als sie versuchten, ihren verspäteten Flug nach Bukarest zu erreichen. Laut Welt durchbrachen die 28 und 47 Jahre alten Herren auf recht unkonventionelle Weise die Sicherheitsvorkehrungen des Flughafens: Sie schlugen die Scheibe eines Notschalters ein und öffneten eine gesicherte Nottür. Damit gelangten sie auf das Rollfeld, während das Flugzeug der Airline „WizzAir“ bereits startklar war und die Triebwerke liefen.
Dank eines aufmerksamen Mitarbeiters der Flughafensicherheit konnten die Männer jedoch festgehalten werden, bis die Bundespolizei eintraf. Diese stellte fest, dass von den Handlungen der Passagiere keine Gefährdung für die Luftsicherheit ausging, wie ein Sprecher bestätigte. Gegen die Männer wird nun ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet, und auch ein Verstoß gegen das Luftsicherheitsgesetz wird geprüft, wie der Tagesspiegel berichtet.
Chaos vor der Abflugbereitstellung
Die beiden Herren hatten, wie es aussieht, schlichtweg das Boarding verpasst und wollten mit ihrer Flucht zum Flugzeug das Unvermeidliche verhindern. Trotz der aufgeregten Situation wurden die Männer von der Sicherheitskraft schnell aufgehalten. Ein Video des Vorfalls, das in sozialen Medien kursiert, zeigt die dramatischen Minuten auf dem Vorfeld, konnte jedoch nicht unabhängig geprüft werden.
Die Umstände des Vorfalls werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen. Die geltenden Regelungen zur Luftsicherheit sind in Deutschland durch das Luftsicherheitsgesetz und zusätzlich durch die EG-Verordnung Nr. 2320/2002 festgelegt. Diese Vorschriften wurden nach den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingeführt und schreiben u.a. vor, dass der Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen streng kontrolliert wird, wie Passagierrechte.org erläutert.
Daneben gibt es auch Maßnahmen zur Identifizierung potenzieller Gefahrenquellen, die ständig überprüft und aktualisiert werden müssen. In Deutschland wurde die Flughafensicherheit nach den Anschlägen von 2001 weiter verschärft, um das Risiko für Passagiere und Personal zu minimieren.
Ein ungewöhnlicher Vorfall
Für die beiden Männer endete ihr Risikospiel allerdings abrupt, da sie infolge ihrer unüberlegten Handlungen ihren Flug definitiv verpassten. Die Geschichte könnte ein Beispiel für die Verzweiflung zeigen, die Reisende in stressigen Situationen ergreifen kann. Die Rechtsprechung wird nun prüfen, welche Konsequenzen aus diesem Vorfall folgen werden, insbesondere in Anbetracht der bestehenden Gesetze zur Luftsicherheit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Vorfall nicht nur ein Sicherheitsrisiko darstellt, sondern auch die Diskussion um die Effektivität der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen anheizt. Dabei bleibt zu hoffen, dass solch ein Extremszenario in Zukunft nicht zur Gewohnheit wird.