Die Deutsche Bahn hat am 6. Februar 2026 um 21 Uhr eine fünfmonatige Vollsperrung der Strecke Köln – Wuppertal – Hagen bekannt gegeben. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Generalsanierung, die bis zum 10. Juli 2026 andauern wird. Mit der Sperrung sind zahlreiche Auswirkungen für Pendler und Reisende verbunden, die sich auf verschiedene Bahnlinien auswirken werden. Eine detaillierte Übersicht über die betroffenen Verbindungen und die Gründe für die Sperrung finden Sie in einem Artikel auf Ruhr24.
Die betroffenen Bahnlinien während der Vollsperrung umfassen die S 7, RE 49, RE 7 und RB 48, die keinen Verkehr zwischen den angegebenen Stationen anbieten werden. Ferner sind auch Einschränkungen für die S 8, S 9 und S 28 sowie die RE-Linien 4 und 13 vorgesehen. Für Fernreisende wird der Verkehr zwischen Köln und Hamm über Düsseldorf, Essen und Dortmund umgeleitet. Dies betrifft unter anderem die ICE-Linie 42 (Hamburg – München) und die IC-Linie (Stuttgart – Dresden), was zu verlängerten Fahrzeiten führt.
Umfangreiche Gleis- und Bahnhofssanierungen
Die Generalsanierung umfasst die Erneuerung von über 80 Kilometern Gleis, 28 Weichen und fast 30 Kilometern Oberleitung. Zudem werden vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke errichtet. Auch zwölf Bahnhöfe, darunter Leverkusen-Manfort, Schwelm und der Wuppertaler Hauptbahnhof, werden saniert. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Barrierefreiheit und der optischen Aufwertung dieser Bahnhöfe.
Zusätzlich wird im Schienenersatzverkehr mit einer Fahrzeit von 1:45 Stunden gerechnet, was im Vergleich zur regulären Zugfahrt von 59 Minuten eine erhebliche Verlängerung darstellt. Die Generalsanierung ist Teil eines größeren Schienenmodernisierungsprogramms, das nicht nur die Strecke zwischen Köln und Hagen betrifft, sondern auch andere wichtige Strecken in Deutschland, wie beispielsweise die Verbindung zwischen Regensburg und Nürnberg, die ebenfalls bis zum 10. Juli 2026 gesperrt ist.
Langfristige Auswirkungen und zukünftige Projekte
Die umfangreichen Bauarbeiten sind Teil einer Initiative, die bis zum Jahr 2036 dauern soll und mehrere Großbaustellen in Deutschland umfasst. Die letzte Sanierung im Hochleistungsnetz wird voraussichtlich erst 2036 abgeschlossen sein. In den kommenden Jahren sind zahlreiche weitere Baustellen und Fahrplanänderungen geplant, die den Bahnverkehr erheblich beeinflussen werden. Die Deutsche Bahn investiert in diese Maßnahmen insgesamt 107 Milliarden Euro, um die Infrastruktur langfristig zu verbessern und den Anforderungen eines wachsenden Verkehrsaufkommens gerecht zu werden.
Die aktuellen Maßnahmen sind nicht nur für Pendler von Bedeutung, sondern auch für Reisende, die auf den Fernverkehr angewiesen sind. Die Sperrung der Strecke Köln – Wuppertal – Hagen ist lediglich ein Teil eines größeren Plans zur Modernisierung des Schienennetzes in Deutschland. Reisende sollten sich frühzeitig über alternative Reisemöglichkeiten informieren und berücksichtigen, dass sich die Bauarbeiten in den kommenden Jahren auf viele Teilstrecken auswirken werden.
Für weitere Informationen über die bevorstehenden Baustellen und deren Auswirkungen auf den Bahnverkehr können Sie die Berichterstattung auf Tagesschau und ADAC verfolgen.