In der katholischen Gemeinde Ahaus gibt es einen bedeutenden Wechsel, der die Seelsorge der Region betreffen wird: Pater Varghese Payappilly verlässt Ahaus aufgrund einer Berufung seines Ordens. Der 1971 in Angamaly, Kerala, geborene Priester wird Provinzoberer der Vinzentiner im Distrikt Mysuru, Südindien. Dies bedeutet nicht nur einen Neuanfang für ihn, sondern auch eine spürbare Lücke in der Pfarrei, wo er seit 2001 tätig war und zuletzt Teil des Seelsorgeteams war. Sein Weggang wird Auswirkungen auf die Pfarrei haben, da die personelle Situation in der Seelsorge bereits angespannt ist. (Quelle)

Pater Varghese wird am 22. Februar 2026 von den katholischen Kirchengemeinden in Ahaus verabschiedet. Er trat 1986 ins Priesterseminar der Vinzentiner ein und studierte Philosophie und Theologie in Aluva/Kerala. Nach seiner Weihe zum Diakon im Jahr 1997 und der Priesterweihe am 28. Dezember 1997 durch Kardinal Varkey Vidayathil, war er zunächst Kaplan und später Lehrer im Priesterseminar in Indien. Im Juni 2001 kam er nach Deutschland und übernahm verschiedene Aufgaben in der Gemeindeseelsorge, unter anderem in Oelde, Lengerich und Wüllen-Wessum. Bekannt als sympathischer und fleißiger Seelsorger, wird sein Weggang von vielen bedauert. (Quelle)

Die Vinzentiner und ihre Geschichte

Die Vinzentiner, auch bekannt als die Kongregation der Mission, wurden 1625 von Vinzenz von Paul gegründet, um die Armen zu unterstützen. Die deutsche Provinz entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Aachen und entwickelte sich zu einer bedeutenden Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche. Seit ihrer Gründung engagieren sich die Vinzentiner in der Seelsorge, Bildung und sozialen Projekten. Pater Varghese wird als Provinzoberer für 180 Ordenspriester zuständig sein, die in der Gemeindeseelsorge oder in Bildungseinrichtungen tätig sind, was die Vielfalt der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Ordens widerspiegelt. (Quelle)

Die indische Provinz der Vinzentiner betreibt Bildungseinrichtungen in mehreren Ländern und Kontinenten, was die internationale Ausrichtung und das Engagement des Ordens unterstreicht. Pater Vargheses Rückkehr in seine Heimat ist somit nicht nur ein persönlicher Schritt, sondern auch eine Rückkehr zu einer wichtigen Rolle in einer globalen Gemeinschaft von Seelsorgern und Lehrern.

Insgesamt wird der Abschied von Pater Varghese als Verlust für die Gemeinde Ahaus wahrgenommen, während gleichzeitig die Hoffnung besteht, dass seine neue Position als Provinzoberer ihm die Möglichkeit gibt, seine Fähigkeiten und sein Engagement in einem neuen Kontext einzubringen.