Die Stadt Bottrop nimmt die Mobilitätsplanung ernst und richtet sich neu aus. Bis 2040 soll ein umfassender Mobilitätsplan entwickelt werden, der auf demografische und technologische Veränderungen sowie den Klimawandel reagiert. Ziel ist nicht nur eine effektive Verkehrsführung, sondern auch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung. Die politische Beschlussfassung wird für Mitte 2027 angestrebt. Dies kündigt die Bottroper Zeitung in einem aktuellen Bericht an.
Die Entwicklung des Plans erfolgt nicht hinter verschlossenen Türen, sondern in einem offenen Prozess. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, aktiv teilzunehmen. Die erste Bürgerbeteiligungsveranstaltung findet am 19. November von 17:30 bis 20:00 Uhr in der Aula der Willy-Brandt-Gesamtschule statt. Der Zugang ist barrierefrei, und auch online wird eine Beteiligung über die Webseite mobil-in-bottrop.de ermöglicht. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit für alle, ihre Ideen und Wünsche zur zukünftigen Mobilität in Bottrop einzubringen.
Mobilitätsplanung im ländlichen Raum
Die Herausforderungen, die sich bei der Mobilitätsplanung insbesondere in ländlichen Gemeinden stellen, sind nicht zu unterschätzen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat in einer Publikation die Notwendigkeit betont, von klassischer Verkehrsplanung zu integrierter, nachhaltiger Mobilitätsplanung überzugehen. Diese Entwicklung wird durch drei zentrale Gestaltungsfelder charakterisiert: Verwaltungsstrukturen, Verwaltungsprozesse und die Verwaltungskultur selbst. Ein gelungenes Beispiel für solch eine Transformation ist das Projektteam von PTV Transport Consult GmbH, das Kommunen Unterstützung bietet, um ihre Strukturen, Prozesse und Kultur zu optimieren.
Wie die Forschung zeigt, stehen demografischer Wandel sowie klimatische Herausforderungen im Vordergrund. Angesichts begrenzter Ressourcen ist es unerlässlich, innovative Ansätze für eine zeitgemäße Mobilität zu finden. Das Projekt zielt darauf ab, kommunalen Führungskräften und Mobilitätsplanern praktische Impulse für eine erfolgreiche Mobilitätsplanung zu geben. Die Publikation ist ein wertvoller Leitfaden in der gegenwärtigen Transformationsphase.
Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Auch die Wirtschaft ist nicht abseits zu sehen, wenn es um Mobilität geht. So bieten große Tankstellenketten wie Shell über ihr Treueprogramm „Fuel Rewards“ Anreize, die spritverbrauchenden Kosten zu optimieren. Mitglieder können durch das Einscannen ihrer Treuekarte, das Eingeben ihrer Telefonnummer oder die Nutzung der App ihren aktuellen Rabatt direkt an der Zapfsäule einlösen und von Ersparnissen in Höhe von bis zu 50 Cent pro Gallone profitieren. Damit hat man die Möglichkeit, seine Ausgaben für Benzin erheblich zu reduzieren.
Angesichts dieser Entwicklungen wird klar, dass Mobilitätsplanung ein dynamisches Thema ist, das weit über bloße Verkehrsströme hinausgeht. Bürgerengagement, innovative Ansätze und eine enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen und wirtschaftlichen Akteuren sind die Schlüssel zum Erfolg.