Heute ist der 3.04.2026 und in Bottrop tut sich einiges im Bereich der Radinfrastruktur. Die Stadt hat mit dem Bau eines neuen Radweges auf der ehemaligen RAG-Hafenbahntrasse begonnen. Dieser Radweg wird als Radvorrangroute konzipiert, mit einer Breite von 4 Metern, einem asphaltieren Belag und moderner Solarbeleuchtung. Der technische Beigeordnete Klaus Müller hat jedoch betont, dass diese Route rechtlich nicht als Radschnellweg gilt, da es hier zu wenige Anwohner gibt. Dennoch ist der Bau ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der Radwege in der Region.

Die Gesamtkosten für den ersten Abschnitt von 2,85 Kilometern belaufen sich auf etwa 4,5 Millionen Euro, wobei beeindruckende 90 Prozent der Kosten gefördert werden. Der erste Bauabschnitt führt von der Bahnhofstraße in Bottrop bis zur Stadtgrenze nach Gladbeck. Radfahrer können von dort bequem den Tetraeder, den Bernepark und den Bottroper Hauptbahnhof erreichen. Außerdem schließt der bestehende Citytrail in Gladbeck an die neue Route an, was die Verbindungen für Radler weiter verbessert. Für die Zukunft ist eine Erweiterung der Route durch den Stadtteil Ellinghorst bis in die Gladbecker Innenstadt geplant, wobei der Baustart frühestens Mitte bis Ende 2027 und die Fertigstellung für 2028 angestrebt wird.

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Ein Weg in die Zukunft

Besonders bemerkenswert ist, dass an der Stadtgrenze eine marode Brücke aus dem Jahr 1914 abgerissen und durch eine moderne Aluminium-Leichtbaubrücke ersetzt wird, die im Frühjahr 2027 installiert werden soll. Der ursprünglich geplante Radschnellweg RS7 verläuft nur wenige Meter entfernt durch die Innenstädte von Bottrop und Gladbeck und soll die beiden Städte sowie Essen mit einer sicheren Radtrasse verbinden. Die Machbarkeitsstudie für Radschnellwege in Nordrhein-Westfalen existiert seit 2013, jedoch haben politische und bautechnische Hürden den Start des Projekts verzögert. Der Förderbescheid für Bottrop wurde im August 2025 erhalten, und die Bauarbeiten begannen kurz darauf.

Entlang der Strecke sind zudem Bänke und Sitzmöglichkeiten geplant, auch wenn konkrete Pläne für gastronomische oder Freizeitangebote bislang nicht existieren. Der erste Abschnitt soll bis Sommer 2027 freigegeben werden, und insgesamt sind vier Abschnitte mit einer Gesamtlänge von fünf Kilometern bis 2030 vorgesehen. Die Planung in Bottrop und Gladbeck erfolgt durch die jeweiligen Stadtverwaltungen in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW, was eine koordinierte Umsetzung der Projekte sicherstellt.

Verbindungen und Perspektiven

Der Radschnellweg RS7, der die Städte Gladbeck, Bottrop und Essen verbindet, ist Teil eines größeren Plans, ein regionales Radschnellwegenetz zu schaffen. Dieser Weg wird auch als Ergänzung zum Radschnellweg Ruhr (RS1) gesehen, der von Moers bis Hamm elf Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. Die Grundlage der Planungen für RS7 ist eine Machbarkeitsstudie, die 2017 vom Regionalverband Ruhr in Auftrag gegeben wurde. Die Realisierung dieser Projekte wird dazu beitragen, das Radfahren in der Region sicherer und attraktiver zu machen, und könnte einen positiven Einfluss auf die Mobilität und Umwelt haben.

Insgesamt zeigt das Engagement von Bottrop, dass die Zukunft der Mobilität in der Region auf einem soliden Fundament steht. Die neuen Radwege sind nicht nur ein Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Fortbewegung, sondern auch ein Zeichen für die Verbundenheit der Städte im Ruhrgebiet. Die Entwicklung von Radinfrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Planung, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht werden muss. Die Fortschritte in Bottrop sind ein positives Signal und ein Anreiz für weitere Initiativen in der Region.