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In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist der Tarifstreit im Nahverkehr erneut eskaliert. Die Beschäftigten der DSW21 (Dortmunder Stadtwerke) haben für Montag, den 9. März 2026, einen ganztägigen Warnstreik angekündigt. Am Dienstag, den 10. März 2026, wird der Streik auf zahlreiche weitere Verkehrsunternehmen ausgedehnt. Betroffen sind unter anderem die Rheinbahn in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann, WSW mobil in Wuppertal sowie die Stadtwerke in Solingen und Remscheid. An diesem Tag wird von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht kein ÖPNV-Betrieb stattfinden. Die Rheinbahn plant, den regulären Betrieb am Mittwoch, den 11. März, um 4 Uhr wieder aufzunehmen. Der Streik betrifft das gesamte Netz der Rheinbahn, einschließlich Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Trotz des Streikaufrufs könnten einige Busse fahren, da Fremd- und Tochterunternehmen möglicherweise Leistungen übernehmen werden. Weitere Warnstreiks sind bereits für Freitag, den 6. März 2026, in Köln, Bonn und Monheim geplant, wobei auch die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) betroffen sein wird, die nur eingeschränkt Busse im Rhein-Erft-Kreis betreiben wird.

Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem eine wöchentliche Arbeitszeit von 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zwischen Schichten sowie einen Sonntagszuschlag von mindestens 40 Prozent. Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Arbeitgeberseite, die mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV NW) stattfinden, sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat und stattdessen Verschlechterungen vorgeschlagen hat. Insgesamt sind über 30 öffentliche Verkehrsunternehmen in NRW mit rund 30.000 Beschäftigten von diesen Streiks betroffen. Wer die genauen Auswirkungen auf den ÖPNV wissen möchte, kann dies über die Online-Fahrplanauskunft der jeweiligen Verkehrsbetriebe nachsehen (Quelle).

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Bundesweiter Arbeitskampf

Zusätzlich zu den lokalen Streiks in NRW ruft ver.di auch zu bundesweiten Arbeitskämpfen im kommunalen Nahverkehr auf. Am 27. und 28. Februar 2026 werden in zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen bleibt jedoch unberührt. In NRW sind erneut über 30 öffentliche Verkehrsunternehmen betroffen, und die erste Verhandlungsrunde endete ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite. Die Hauptthemen der Verhandlungen sind Arbeitsbedingungen, Wochenarbeitszeit, Schichtdienste und Sonntagszuschläge. Die Gewerkschaft fordert eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie eine Mindestruhezeit von 11 Stunden zwischen Schichten. Auch der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll auf mindestens 40 Prozent steigen. Weitere Forderungen umfassen die Erhöhung des Freistellungsumfangs für Gewerkschaftsarbeit auf 8 Tage und die Ausweitung des Geltungsbereichs auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobs. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 2. und 3. März 2026 angesetzt (Quelle).

Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr

Die Warnstreiks haben erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in vielen Regionen Deutschlands. Am 27. und 28. Februar 2026 wird der öffentliche Nahverkehr nahezu komplett zum Erliegen kommen. Notfahrpläne in einigen Städten werden voraussichtlich zu vollen Fahrzeugen führen. In NRW sind Streiks insbesondere in Städten wie Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg und Dortmund zu erwarten. Die Hintergründe der Streiks liegen in den seit November laufenden Tarifverhandlungen in allen 16 Bundesländern, in denen ver.di bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Arbeitszeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit fordert. In einigen Bundesländern sind auch Verhandlungen über höhere Löhne im Gange. Während der Streik in den meisten Städten massive Einschränkungen verursacht, fahren die Deutsche Bahn, Regionalzüge und der Fernverkehr wie gewohnt (Quelle).