Migration in Coesfeld: Chancen und Herausforderungen im Fokus!
In Coesfeld diskutieren lokale Politiker am 3.11.2025 Migration, Integration und gesellschaftliche Herausforderungen.

Migration in Coesfeld: Chancen und Herausforderungen im Fokus!
In Coesfeld gibt es derzeit eine intensive Debatte über die Herausforderungen, die mit der Migration verbunden sind. Lars Vogel, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, macht deutlich, wie wichtig es ist, diese Probleme offen anzusprechen. Dabei geht es um zentrale Themen wie die Beschulung und Betreuung von geflüchteten Kindern, Integration in den Arbeitsmarkt, Wohnraum und die Kriminalitätsstatistik. „Migration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Vogel. Er erkennt an, dass lokale Verbände und Institutionen viel leisten, spricht sich aber gleichzeitig für eine gesteuerte Zuwanderung als Chance aus und warnt davor, aktuelle Integrationsprobleme zu verharmlosen. Dies wird von einigen politischen Akteuren unterschiedlich bewertet.
Die Kritiker der Stadtbild-Debatte sind vor allem Vertreter der Grünen. Sarah Albertz argumentiert, dass die pauschale Stigmatisierung ausländisch aussehender Menschen gefährlich und spaltend ist. Sie betont die Wichtigkeit von Vielfalt und ein intaktes gesellschaftliches Miteinander in Coesfeld. In ihrer Rede wird deutlich, dass sie auf die positiven Aspekte von Migration hinweisen möchte, ohne die bestehenden Herausforderungen zu ignorieren.
Forderungen nach einer gemeinsamen Lösung
Sami Bouhari, der Vorsitzende der SPD Coesfeld, geht noch einen Schritt weiter. Er distanziert sich von bestimmten Aussagen des Bundeskanzlers und hebt die Stärke der Vielfalt hervor. Seiner Meinung nach sollten die Anstrengungen darauf konzentriert werden, „echte Probleme“ wie Sprachbarrieren und die Integration in den Arbeitsmarkt anzugehen. Diese praktischen Fragen sind für eine erfolgreiche Integration von entscheidender Bedeutung.
Josef Schulze Spüntrup von Pro Coesfeld teilt die Ansicht, dass das Stadtbild schön sein kann, solange sich alle Menschen, die Coesfeld ihre Heimat nennen, dazugehörig fühlen. Die Wohnsituation spielt in dieser Diskussion eine zentrale Rolle. Niels Geuking von der Familienpartei beschreibt Coesfeld als sichere Stadt und fordert, dass sich die Politik verstärkt um bezahlbaren Wohnraum und Kinderbetreuung kümmern sollte.
Politische Differenzen und die Rolle der FDP
Kirsten Fabry von der FDP hingegen erkennt Veränderungen im Stadtbild und macht auf problematisches Verhalten aufmerksam. Sie gibt zu, dass einige Männer mit Migrationshintergrund in der Öffentlichkeit auffallen – dieses Verhalten sei nicht zu ignorieren. Trotz dieser Bedenken fordert sie eine intelligente Migrationspolitik und macht deutlich, dass sie keine rassistischen Absichten verfolgt. Die unterschiedlichen Ansätze und Ansichten zeigen, dass im Stadtrat ein breites Spektrum an Meinungen zu diesen Herausforderungen existiert.
Auf den ersten Blick scheinen die Meinungsverschiedenheiten zwischen den politischen Parteien unüberwindbar, doch das gemeinsame Ziel, Coesfeld als lebendige und inklusive Stadt zu gestalten, wird von allen Beteiligten betont. Die aktuellen Diskussionen könnten der Schlüssel sein, um die Integration und das Zusammenleben in der Stadt nachhaltig zu verbessern.