Heute ist der 12.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die bemerkenswerte Entwicklung der Nachfrage nach Bildungsangeboten im Bereich der Geschichte und Kultur in der Region Coesfeld. Das Museum, das sich als außerschulischer Lernort für Schulen und Kindergärten etabliert hat, verzeichnete im Jahr 2025 eine rege Teilnahme an seinen Programmen. Besonders auffällig ist die Verdopplung der Nachfrage im Programm „Ritter und Burgen“, bei dem sich 29 Schulklassen angemeldet haben. Das zeigt, dass Geschichtsvermittlung nicht nur wichtig, sondern auch attraktiv für die Jüngeren ist.
Die Schulklassen kamen nicht nur aus der Umgebung, sondern auch aus weit her, mit Teilnehmern aus Dülmen, Nottuln, Selm und vielen anderen Orten. Diese Programme sind nicht nur lehrreich, sie bieten den Kindern auch die Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben. Die Schüler dürfen einen Rundgang um und durch die Burg machen und verschiedene Aktivitäten ausprobieren, wie das Tragen eines Ritterhelms und das Heben eines Kettenhemds. So wird das Lernen zum Abenteuer!
Vielfältige Programme und steigendes Interesse
Die Nachfrage für das Angebot „Burgdetektive“ hat sich sogar gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Insgesamt kamen alle 15 Schulklassen für dieses Programm von außerhalb der Region. Hierbei suchen die Kinder in Gruppen nach Rätseln in der Burg und bergen am Ende einen Schatz. Solche interaktiven und teamorientierten Programme fördern nicht nur Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen.
Ein weiteres erfolgreiches Programm ist das zur Ständegesellschaft, bei dem sich neun Schulklassen angemeldet haben – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Dieses Angebot beinhaltet ein Rollenspiel zur Erkundung des mittelalterlichen Feudalsystems und zeigt, wie lebendig Geschichtsunterricht sein kann.
Kindergeburtstage und Ferienprojekte
Die Burg ist auch ein beliebter Ort für Kindergeburtstage. Im Jahr 2025 wurden dort 63 Geburtstagsfeiern gefeiert, darunter zehn im November. Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren können ihre Feier dort verbringen, Kuchen essen, Geschenke auspacken und sogar Ritterausrüstung basteln. Diese Veranstaltungen stärken die Verbindung der Kinder zur Geschichte und Kultur, während sie Spaß haben.
In den Ferien werden zudem verschiedene Projekte für unterschiedliche Altersgruppen angeboten, darunter MINT-Programme in Zusammenarbeit mit dem zdi Kreis Coesfeld. Ein besonderes Highlight war der Workshop „Magic of dragons“ in den Osterferien 2025, wo die Teilnehmer in die Welt der Drachen eintauchen konnten. In den Sommerferien konnten die Teilnehmer bei „Sternenkrieger“ ihr eigenes Lichtschwert herstellen – eine kreative Verbindung zwischen Geschichte und moderner Fantasie.
Fächerübergreifendes Lernen und Museumsarbeit
Ein weiterer Aspekt, der die Bedeutung von Museen als außerschulische Lernorte unterstreicht, ist ihre Fähigkeit, fächerübergreifendes Lernen zu fördern. Museen bieten die Möglichkeit, originale Objekte der Kunst, Geschichte und Technik zu erleben. Dies unterstützt nicht nur das Lernen durch die Begegnung mit authentischen Objekten, sondern spricht auch unterschiedliche Lerntypen an und fördert verschiedene Begabungen. Experten in Museen erläutern Sachgebiete anschaulich an konkreten Objekten, was das Lernen lebendiger macht.
In Sachsen-Anhalt beispielsweise wird das Programm „Mit Volldampf in die Moderne“ angeboten, das die Industrialisierung thematisiert und von verschiedenen Museen unterstützt wird. Hier erleben Schülerinnen und Schüler nicht nur die Funktionsweise der Dampfmaschine, sondern auch den technischen Fortschritt und die Einsatzmöglichkeiten in einer interaktiven und anschaulichen Form. Solche Projekte sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Museen als Lernorte wirken können, indem sie historische Kontexte erlebbar machen und das Interesse der Schüler wecken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Programme des Museums in Coesfeld und die Initiativen in anderen Regionen zeigen, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Museen ist. Diese Partnerschaften fördern nicht nur das Interesse an Geschichte und Wissenschaft, sondern auch das Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge und kulturelles Erbe. Für weitere Informationen können Sie die ursprüngliche Quelle sowie die Details zu den Programmen in Sachsen-Anhalt und die Rolle von Museen als Lernorte einsehen.