Nach sieben Jahren trennen sich die Wege von Julian Brandt und Borussia Dortmund. Der auslaufende Vertrag des 29-Jährigen wird nicht verlängert, was BVB-Geschäftsführer Lars Ricken in einer Live-Sendung bestätigte. Damit verabschiedet sich der Mittelstürmer nach einem ereignisreichen Kapitel, das 2019 begann, als er für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach Dortmund wechselte. Während seiner Zeit bei den Schwarz-Gelben wartete der Fußballprofi auf eine konstantere Form, individuell wie auch mit der Mannschaft. Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Respekt und soll beiden Seiten Raum für einen Neuanfang bieten, so Ricken. „Das zwischenmenschliche Verhältnis bleibt intakt“, versicherte er. Welt berichtet, dass Zweifel an Brandts Leistungen bereits seit mehreren Jahren bestehen, und der Spieler insgesamt schwankende Leistungen zeigte.
In 298 Pflichtspielen für den BVB erzielte Brandt 56 Tore und bereitete 69 weitere Treffer vor. Ein Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn des DFB-Pokals 2021, sein einziger Titel mit Dortmund. Trotz seines Talents wurde Brandt immer wieder als Sündenbock für die Misserfolge des Klubs herangezogen. Insbesondere in der letzten Saison hatte Trainer Niko Kovac ihn vermehrt mit anderen Talenten verglichen. Die Trennung stellt nun eine Chance für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Mannschaft dar, auch wenn die Suche nach einem adäquaten Ersatz ein gewisses Risiko birgt.
Markante Meilensteine und Herausforderungen
Die Ungewissheit über die Zukunft von Julian Brandt bleibt bestehen. Wo der Marketing-Star nächste Saison spielen wird, ist noch unklar, wobei ein Wechsel ins Ausland nicht auszuschließen ist. In der laufenden Saison hat Brandt in 31 Pflichtspielen zehn Tore erzielt und zwei Assists gegeben. Er war selten verletzt und zeigte trotz aller Rückschläge stets hohe intrinsische Motivation, jedoch fehlte ihm oft die Führungsstärke, die in einem Top-Team gefordert wird.
Nach Jahren des Suchens gilt es für Dortmund nun, die Winterpause zu nutzen, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen. Der Fokus liegt klar auf den verbleibenden Spielen der Saison, während die Verantwortlichen die Weichen für die kommende Spielzeit stellen. T-Online berichtet, dass die Entscheidung zur Trennung einvernehmlich war und von beiden Seiten getroffen wurde. Der Bau eines neuen Teamgefüges könnte auch als Antwort auf den wachsenden Wettbewerb im Fußball, etwa durch die Investitionen der Saudi Pro League, gewertet werden. Dabei ist es bemerkenswert, dass Vereine weltweit mit hohen Ablösesummen aufwarten; die Verlockung für Spieler mit hohen Gehältern in den letzten Jahren ist immens.
Ob Brandt nach seinem Abschied in Dortmund neues Glück findet, bleibt abzuwarten. Wie viel Selbstvertrauen er mitnimmt, wird sich zeigen. Mit 30 Jahren steht er vor einer wichtigen Entscheidung: Wo geht die Reise hin?





