Der Schweizer Fußballtrainer Lucien Favre hat offiziell das Ende seiner Trainerkarriere bekanntgegeben. In einem Interview mit der Tageszeitung „Blick“ erklärte der 68-Jährige, dass er sich schon vor längerer Zeit entschieden habe, nicht mehr aktiv im Fußball tätig zu sein, und keine weiteren Anfragen für Trainerpositionen annehmen wolle, die vor allem aus Europa und Saudi-Arabien kamen. Das berichtet die Ruhr24.
Lucien Favre, geboren am 2. November 1957 in Saint-Barthélemy, Schweiz, hat den Fußball nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer geprägt. Seine Laufbahn umspannt mehrere namhafte Vereine wie Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund. Besonders bemerkenswert war seine Zeit bei Dortmund, wo er von Sommer 2018 bis Winter 2020 tätig war. Zu seinen größten Erfolgen zählt der Gewinn des Supercups 2019 gegen Bayern München. Unter seiner Leitung erreichte die Mannschaft in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Vizemeisterschaft. Bei der Sportschau wird erwähnt, dass Favre in der Saison 2018/19 knapp den Meistertitel verpasste, was er teils auf den Ausfall von Marco Reus zurückführte.
Die Trainerstationen und Erfolge
Die Karriere von Favre ist gespickt mit bemerkenswerten Erfolgen. Nach seiner Zeit bei Borussia Dortmund war er für eineinhalb Jahre in Nizza aktiv, wo er bis Januar 2023 Trainer war. In seiner Zeit bei Mönchengladbach erlangte er Kultstatus, indem er das Team vor dem Abstieg bewahrte und zur Champions-League-Qualifikation führte. Insgesamt hat Favre in seiner Trainerlaufbahn viele Vereine betreut, darunter:
- FC Echallens
- Yverdon Sport
- Servette FC
- FC Zürich
- Hertha BSC
- Borussia Mönchengladbach
- OGC Nizza
- Borussia Dortmund
Seine Erfolge als Trainer umfassen unter anderem zwei Schweizer Meisterschaften mit dem FC Zürich und den Schweizer Cup mit Servette FC. Auch die Berufung zum Trainer des Jahres in der Schweiz in den Jahren 2006 und 2007 spricht für seine Kompetenzen und Erfolge im Fußball.
Ein Abschied von der Trainerbank
Auch wenn Favre zahlreiche Anfragen nach seinem Rücktritt erhielt, zeigte er sich klar in seiner Entscheidung. „Mit 70 Jahren sehe ich mich nicht mehr auf dem Platz“, erklärte er und betonte, dass er wegen seines Alters und der bisherigen Erfolge genug erreicht habe. Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen und auf eine längst beeindruckende Karriere zurückzublicken. Wikipedia führt aus, dass er in seiner Spielerkarriere von 1976 bis 1991 für verschiedene Klubs aktiv war und zudem die Schweizer Nationalmannschaft vertrat.
Lucien Favre verlässt die Trainerbank mit dem Wissen, dass er sich seines Handwerks stets bewusst war und sein Bestes gegeben hat. Seine Spuren im Fußballsport werden nicht vergessen. „Lulu“, wie er genannt wird, hinterlässt eine bedeutende Lücke – nicht nur bei den Clubs, die er trainierte, sondern auch in den Herzen der Fußballfans.