Am 20. Februar 2026 wird das Spiel von Fortuna Düsseldorf II in der Regionalliga West aufgrund der Unbespielbarkeit des Rasens nicht stattfinden. Der Platz im Paul-Janes-Stadion wurde von der Stadt Düsseldorf gesperrt, nachdem anhaltende Regenfälle die Spielfläche unspielbar gemacht haben. Die Entscheidung zur Spielabsage kam nicht überraschend, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Wetterlage. Geschäftsführer Niklas Müller äußerte Irritation über die Absage und sieht die Notwendigkeit, das Spiel nicht auszutragen, nicht zwingend gegeben. Es könnte den Düsseldorfern jedoch entgegenkommen, da bei den Profis akuter Personalmangel herrscht. Möglicherweise hätten zwei U23-Torhüter und weitere Spieler im Kader der Ersten aushelfen müssen.
Für den Tag der Absage werden Temperaturen von elf Grad erwartet. Trainer Matthias Mink bemerkte, dass die Absage einen faden Beigeschmack hat, insbesondere im Hinblick auf die Berichterstattung über die Personalprobleme. Er betonte, dass das Team weiterhin intensiv trainieren und sich auf das Pokalspiel am kommenden Donnerstag konzentrieren wird. Die Situation wird jedoch durch einen Vorfall aus einem vorherigen Spiel zusätzlich belastet.
Rassismus-Vorwürfe im Fußball
Ein Spieler von Fortuna Düsseldorf wurde während eines Spiels am Samstag „mehrfach rassistisch beleidigt“. Der betroffene Spieler, Mechak Quiala Tito, war „erschüttert“ und konnte das Spiel nicht fortsetzen. Die Vorwürfe beziehen sich auf Kölner Innenverteidiger Haider Al-Azzawe, der Tito beleidigt haben soll. Der Vorfall wurde von den Düsseldorfer Verantwortlichen verurteilt, die „Null Toleranz gegenüber Rassismus“ fordern. Kölns Trainer Matthias Mink äußerte, dass er nichts gehört oder gesehen habe und die Situation innerhalb der Mannschaft besprechen werde. Er hofft, dass es sich um ein Missverständnis handelt und glaubt Al-Azzawe, der versichert hat, nichts Rassistisches gesagt zu haben.
Fortuna Köln hat sich klar gegen jegliche Form rassistischer Äußerungen und Ausländerfeindlichkeit positioniert. Im vergangenen Spiel setzte sich Köln mit 3:2 (1:1) gegen Fortuna Düsseldorf II durch, nachdem sie zweimal in Rückstand geraten waren. Die Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die aktuellen Herausforderungen im Fußball, insbesondere im Amateurbereich, wo Rassismus immer wieder ein Thema ist.
Die Realität des Rassismus im Fußball
Die Mehrheit der Fußballfans hat keine rechten oder menschenfeindlichen Positionen. Laut einer Befragung aus dem Jahr 2020 engagieren sich über 69% der Fußballvereine aktiv für die Integration von Migrant*innen. Dennoch berichten viele schwarze Fußballspieler von rassistischen Angriffen, sowohl im Netz als auch im Stadion. Eine Sonderauswertung der Mitte-Studie 2023 zeigt, dass 16% der Fußballvereinsmitglieder rassistischen Aussagen zustimmen, was im Vergleich zu anderen Sportarten auffällig ist.
Die Problematik zeigt sich auch in den Statistiken des Amateurfußballs. In der Saison 2022/2023 gab es bei 1,5 Millionen Spielen 961 Spielabbrüche wegen Gewalt oder Diskriminierung, wobei rund 2.700 Diskriminierungsvorfälle dokumentiert wurden. Der DFB hat Anlaufstellen für Betroffene eingerichtet und diskutiert über den Ausschluss von Mitgliedern mit rechtspopulistischen Positionen. Verschiedene Fanprojekte setzen sich aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Sexismus in den Fankurven ein.
Insgesamt ist der Fußball ein Spiegelbild der Gesellschaft, in dem sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen in der Bekämpfung von Rassismus sichtbar werden. Die aktuellen Ereignisse rund um Fortuna Düsseldorf und Köln verdeutlichen, wie wichtig es ist, aktiv gegen Diskriminierung einzutreten und eine integrative Kultur zu fördern.