In einem wegweisenden Schritt für die nachhaltige Entwicklung haben die Häfen von Duisburg und Rotterdam heute eine neue Absichtserklärung unterzeichnet. Bei einem feierlichen Anlass, der durch das Engagement von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst begleitet wurde, setzten die beiden Hafenbetreiber ihre enge Zusammenarbeit fort. Das erklärte Ziel dieser Kooperation ist die Entwicklung nachhaltiger Transportkorridore über Wasserstraßen sowie die Initiierung weiterer Projekte zur Energiewende. So berichtete lokalklick.eu.

Beide Häfen streben an, zentrale Umschlagplätze für Wasserstoff und CO₂ zu werden, was die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Lieferketten in Nordrhein-Westfalen stärken soll. Wüst hob hervor, wie wichtig diese Häfen für die industrielle Zukunft der Region sind und betonte die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur CO₂-Reduktion in der sogenannten „hard-to-abate“-Industrie voranzutreiben.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation

Ein zentrales Element dieser Zusammenarbeit ist die CCUS-Technologie (Carbon Capture, Utilization and Storage), die als entscheidend für die Dekarbonisierung angesehen wird. Der Rheinkorridor soll dabei als nachhaltige Logistikachse gestärkt werden, um die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit entlang der Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Duisport-CEO Markus Bangen betont, wie wichtig es ist, Know-how zu bündeln, um diese ambitionierten Ziele zu erreichen.

Aktuell importiert Rotterdam bereits 13 Prozent des europäischen Energiebedarfs, wobei fossile Energieträger noch vorherrschen. Langfristig steht jedoch der Wandel im Fokus, um Europas Importhafen für Erneuerbare Energien zu werden. Die Binnenschifffahrt spielt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle, da sie für den Transport von Energieträgern unerlässlich ist. Bereits 2022 hatten die beiden Hafenstädte eine vorherige Vereinbarung zur Entwicklung der Schienen- und Hinterlandinfrastruktur sowie zur Digitalisierung getroffen. Diese neuen Initiativen bauen auf den bisherigen Erfolgen auf, wie beispielsweise der Partnerschaft mit dem brasilianischen Hafen Pecem und Fortschritten in digitalen Port-Community-Systemen.

Ein Blick in die Zukunft

Die aktuelle Absichtserklärung unterstreicht den gemeinsamen Willen, auf den bisherigen Erfolgen aufzubauen und neue Wege zur Unterstützung der Energiewende zu finden. Die Entwicklung nachhaltiger Transportinfrastrukturen könnte nicht nur wirtschaftliche Impulse setzen, sondern auch maßgeblich dazu beitragen, die ökologischen Ziele der Region zu erreichen. Dabei zeigt sich, dass Innovation und Kooperation im Bereich der ohnehin schon engen Beziehungen zwischen Duisburg und Rotterdam hoch im Kurs stehen.

Mit diesen Ansätzen wird deutlich, dass die Häfen eine Schlüsselrolle in der Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Zukunft spielen können. Die großen Herausforderungen der Energiewende erforden gemeinschaftliches Handeln und vorausschauende Strategien – und genau dabei machen die Häfen von Duisburg und Rotterdam einen vielversprechenden Schritt nach vorne.