Am 26. März 2026 findet in Duisburg ein spannender Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Duisburger Jahrzehnte“ statt. Diese Reihe, geleitet von Kai Gottlob, beleuchtet das Duisburg der 1950er Jahre. Der vierte Teil der Reihe wird mit stadthistorischem Filmmaterial angereichert, das die „Goldenen Jahre“ der Stadt in den Fokus rückt. Diese Zeit war geprägt von Kohle und Hochöfen und spielte eine zentrale Rolle im Wirtschaftswunder der jungen Bundesrepublik. Die Vorführung dauert 120 Minuten und enthält Filmausschnitte, die die Stadt Montan sowie den Stolz des Oberbürgermeisters August Seeling auf den raschen Wiederaufbau nach dem Krieg zeigen. Auch Ereignisse wie die Duisburger Woche mit Peter Frankenfeld und die Kanu-Europameisterschaft 1959 werden thematisiert. Interessanterweise fanden 2023 die Kanu-Weltmeisterschaften an der Wedau-Bahn statt.
Die Eintrittspreise für diese Veranstaltung sind wie folgt gestaffelt: Von Dienstag bis Donnerstag kostet der Eintritt 8,90 € (7,50 € ermäßigt), während es an Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertagen 9,90 € (8,50 € ermäßigt) sind. Darüber hinaus gibt es einen Montag Kinotag, an dem der Eintritt nur 7 € beträgt. Für Familien und Kinder gibt es spezielle Angebote, wie das Abenteuer Kinderkino am Sonntag für 5,50 € und Vorführungen am Dienstag- und Mittwochnachmittag um 15:30 und 16 Uhr für nur 7 €.
Wirtschaftswunder und städtische Entwicklung
Die 1950er Jahre waren für Duisburg eine Zeit des Aufschwungs und der wirtschaftlichen Blüte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Stadt ab dieser Dekade eine Phase rascher Prosperität. Der Marshall-Plan und die Währungsreform trugen entscheidend zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft bei. Besonders die Montanindustrie profitierte von dieser Entwicklung. Die Produktion und der Umsatz der Eisen- und Stahlindustrie verdoppelten sich innerhalb von nur zehn Jahren. Die Gewerbesteuereinnahmen in Duisburg verzehnfachten sich zwischen 1950 und 1962, während sich das Volumen des städtischen Haushalts im gleichen Zeitraum verdreifachte.
Dank dieser finanziellen Spielräume konnten bedeutende bauliche Großprojekte wie die Berliner Brücke, die Mercator-Halle und der Kuhtordurchbruch realisiert werden. Die Vorträge zur Stadtgeschichte, die in Kooperation mit der Mercator-Gesellschaft angeboten werden, bieten eine wertvolle Gelegenheit, mehr über diese spannende Zeit zu erfahren. Der Auftakt der neuen Vortragsreihe fand am 19. Oktober 2023 statt und beinhaltete einen Vortrag von Dr. Andreas Pilger, dem Leiter des Stadtarchivs, über die Zeit des „Wirtschaftswunders“ in Duisburg. Hier können Interessierte tiefere Einblicke in die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt erhalten.
Rückblick und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Duisburg in den 1950er Jahren eine entscheidende Rolle im deutschen Wirtschaftswunder spielte. Diese Zeit ist nicht nur für die Stadtgeschichte von Bedeutung, sondern auch für das Verständnis der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, die unser heutiges Duisburg prägen. Für weitere Informationen über diese interessante Zeit in Duisburgs Geschichte lohnt sich ein Blick auf die Webseite des Stadtarchivs: Duisburgs beste Jahre.
Für alle, die sich für die Geschichte Duisburgs interessieren, ist die Teilnahme an den Vorträgen des Stadtarchivs eine willkommene Gelegenheit, mehr über die Entwicklungen und Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte zu erfahren. Besuchen Sie die Veranstaltungen und erleben Sie die Rückblicke auf eine Zeit, die Duisburg geprägt hat, und die bis heute nachwirkt.




