Breckerfeld bleibt eine der sichersten Kommunen im Ennepe-Ruhr-Kreis, wie die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2024 zeigt, die am 2. März 2025 vorgestellt wurde. Im vergangenen Jahr wurden in Breckerfeld insgesamt 276 Straftaten registriert, was eine Straftat mehr als im Vorjahr bedeutet. Die Aufklärungsquote lag bei 48,2 Prozent, was in Anbetracht der Kriminalitätslage eine bemerkenswerte Zahl darstellt. Besonders auffällig sind die Wohnungseinbrüche, von denen 11 Fälle polizeilich erfasst wurden. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zu 7 Fällen im Jahr 2023, jedoch konnte nur ein Fall aufgeklärt werden.

Die Straßenkriminalität verzeichnete ebenfalls eine Zunahme um 12 Prozent auf 65 Fälle, wobei die Aufklärungsquote hier bei nur 6,2 Prozent liegt. Auch die Ladendiebstähle blieben konstant bei 10 Fällen, wobei sechs Täter gefasst werden konnten. Die Kriminalhäufigkeitszahl (KHZ) für Breckerfeld liegt bei 3131 und ist damit die niedrigste im Ennepe-Ruhr-Kreis. Zum Vergleich: Ennepetal hat eine KHZ von 5311 und Schwelm sogar 6640. Im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis gab es jedoch einen Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten um 4,3 Prozent auf 11.027, wobei insbesondere bei der Gewaltkriminalität und den Wohnungseinbrüchen ein Rückgang zu verzeichnen ist. Quelle.

Details zur Pressekonferenz

Die Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2024 wurde durch Landrat Olaf Schade geleitet, unterstützt von Abteilungsleiter Polizei Frank Kujau und Direktionsleiter Kriminalität Martin Zabek. Die Pressekonferenz fand am 12. März 2025 um 14:00 Uhr im Zentralgebäude der Polizei, Strückerberger Str. 32, in Ennepetal statt. Medienvertreter wurden zur Teilnahme eingeladen, wobei der Anmeldeschluss für interessierte Journalisten am 11. März 2025 um 15:30 Uhr war. Die Anmeldung konnte per E-Mail an pressestelle.ennepe-ruhr-kreis@polizei.nrw.de oder telefonisch unter 02333-9166-1200 erfolgen. Zudem wurde angekündigt, dass zeitnah eine gesonderte Meldung zur Verkehrsunfallstatistik erfolgen wird. Quelle.

Ein Blick auf die bundesweite Kriminalitätsentwicklung

In einem breiteren Kontext zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2024, dass die Kriminalität in Deutschland insgesamt um 1,7 Prozent auf 5.837.445 registrierte Straftaten gesunken ist. Der Hauptgrund für diesen Rückgang wird in der Cannabis-Teillegalisierung gesehen, die zu einem signifikanten Rückgang der Rauschgiftkriminalität führte. Ohne diese Maßnahmen wäre ein leichter Anstieg der Straftaten im Fünfjahresvergleich zu verzeichnen gewesen. Allerdings stieg die Gewaltkriminalität um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen sowie der Gewaltkriminalität durch nichtdeutsche Tatverdächtige. Quelle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Breckerfeld trotz der leichten Zunahme der Straftaten im Vergleich zu vorherigen Jahren nach wie vor eine der sichersten Städte im Ennepe-Ruhr-Kreis ist. Die Gesamtentwicklung der Kriminalität zeigt jedoch, dass die Sicherheit in Deutschland weiterhin ein wichtiges Thema bleibt, das ständige Aufmerksamkeit erfordert.