Die erfolgreiche Krimiserie „Babylon Berlin“, die seit 2017 die Zuschauer:innen in ihren Bann zieht, hat kürzlich einen entscheidenden Schritt Richtung Serienfinale gemacht. Radio Ennepe Ruhr berichtet, dass die Dreharbeiten zur fünften und letzten Staffel nun abgeschlossen sind. Die Produktionsgesellschaft hat damit die Weichen für ein großes Finale gestellt, auch wenn der Erstausstrahlungstermin noch nicht feststeht.

Die letzte Staffel besteht aus acht Episoden und ist eine Adaption des Romans „Märzgefallene“ von Volker Kutscher. Sie spielt in einer der turbulentesten Zeiten der deutschen Geschichte, genauer gesagt im Februar 1933, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen. In den Hauptrollen brillieren Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter, die sich in ihrem letzten Fall mit der Vergangenheit Gereons und dem neuen Reichskanzler auseinandersetzen müssen.

Ein teueres Erbe

„Babylon Berlin“ ist nicht nur die teuerste deutsche Serie aller Zeiten, sondern hat sich auch als ganz spezielle Perle der deutschen Fernsehgeschichte etabliert. Wie Moviepilot betont, war die Serie acht Jahre im Kommen und wird mit dem baldigen Abschluss einen neuen Meilenstein erreichen.

Die Dreharbeiten für die fünfte Staffel haben im Oktober 2024 begonnen, und die Fans können gespannt sein auf die Postproduktionsphase, die nun ansteht. Neue Szenenbilder zeigen bereits Gereon und Charlotte beim Presseball 1933, was das historische Setting der letzten Staffel eindrucksvoll unterstreicht. Hier kommen auch zahlreiche bekannte Gesichter ins Spiel: Neben den Hauptdarstellern werden Lars Eidinger, Christian Friedel und Bryan Ferry, Frontmann der legendären Band Roxy Music, in Gastrollen zu sehen sein.

Ein dunkles Kapitel

Die Jahreszahl 1933 ist kein Zufall, denn sie steht für den Beginn einer sehr dunklen Phase in der deutschen Geschichte. Im Kontext dieser Umstände ist es interessant zu sehen, wie das Kino damals als Propagandainstrument diente. Wie das Deutsche Historische Museum berichtet, wurden Filme genutzt, um die Ideologien der Nationalsozialisten zu verbreiten. Dies geschah durch die Schaffung von Propagandafilmen, die das Bild des „deutschen Helden“ feierten und antisemitische Hetze vorantrieben.

„Babylon Berlin“ bietet durch sein Setting sowohl die Gelegenheit als auch die Verantwortung, diese vermeidliche Normalität der Weimarer Republik kurz vor dem Nationalsozialismus aufzuzeigen. Der Umgang mit dieser turbulenten Zeit sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen wird die finale Staffel mit Sicherheit bestimmen.

Eins steht fest: Kein anderes deutsches Serien-Event hat in den letzten Jahren so stark polarisiert und erregt. Die Vorfreude auf die letzte Staffel ist bereits jetzt gewaltig, auch wenn der Starttermin voraussichtlich erst nach dem Sommer 2026 bekannt gegeben wird.

Fans und Neugierige müssen sich also noch etwas gedulden, aber die Verschmelzung aus fiktionaler Kriminalgeschichte und realhistorischen Ereignissen wird sicherlich ein denkwürdiger Abschluss für eine der größten Serien der deutschen Fernsehgeschichte sein.