Hannsjörg Frank wurde heute für sein engagiertes Wirken in der Denkmalpflege mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der verdiente Preisträger ist seit 1989 der Herzschlag der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn und hat sich maßgeblich um die Erhaltung des Museums auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Theresia in Witten verdient gemacht.
Das Museum ist mittlerweile eines der größten Feld- und Grubenbahnmuseen Deutschlands und bietet seinen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, zwischen nahezu 100 Lokomotiven und 300 Waggons zu stöbern. Besonders aufregend: Viele der Fahrzeuge sind noch fahrtüchtig! Ein Highlight stellt die letzte Grubenlok der Ruhrkohle AG dar, die in Witten stationiert ist. Auf einer 1,5 Kilometer langen Strecke können die Besucher das Flair der alten Zeiten hautnah erleben.
Vereinsarbeit und Herausforderungen
Frank hat wichtige Meilensteine in der Vereinsarbeit erreicht, darunter die denkmalgerechte Sanierung der Zechengebäude. Auch das Sammeln von Spenden und Fördermitteln fiel unter seine Verantwortung. Momentan plant der Verein den Austausch von 1400 Holzschwellen gegen Stahlschwellen auf der Museumsbahnstrecke, was die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Betriebs verbessert.
Allerdings ist nicht alles rosig: Der Lokschuppen erlitt 2021 durch einen Hangrutsch schwere Schäden. Die Rückwand, Elektrik und das Dach müssen in Schuss gebracht werden, zusätzlich sind vier Waggons noch unter den Erdmassen begraben. Die Wiederherstellung des Lokschuppens soll bis zum 40-jährigen Vereinsjubiläum im Mai 2024 abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt wird die Grubenbahn zudem ihre Zubringerfunktion zum LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall einstellen.
Ein Blick in die Zukunft
Der Verein hat auch Planspiele am Laufen, will das Museum auf einem neu angemieteten Industrieareal erweitern. Damit wird ein gutes Stück Geschichte nicht nur bewahrt, sondern auch für künftige Generationen erlebbar gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass die notwendigen Mittel und Unterstützung bereitgestellt werden, um die ehrgeizigen Pläne wahr werden zu lassen.
Frank wird nicht nur für sein persönliches Engagement geehrt, sondern auch für die unermüdliche Arbeit, die er für die Bewahrung eines wichtigen Stücks industrieller Kultur leistet. Das Engagement der Ehrenamtlichen ist es, das viele Museen, wie das in Witten, am Leben erhält und den Besucherinnen und Besuchern unvergessliche Einblicke in unsere Vergangenheit bietet.
Wenn Sie ein bisschen nach Witten überlegen, könnte sich ein Besuch im Museum der Muttenthalbahn durchaus lohnen. Informationen zu den Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen finden Sie direkt auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn.