Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) schlägt Alarm: Wer beim Warmhalten von Speisen nicht aufpasst, kann leicht gesundheitliche Risiken eingehen. Vor allem die beliebten Gerichte wie Reis und Nudeln stehen im Fokus, denn sie sind besonders anfällig für das Bakterium Bacillus cereus. Laut Ruhr24 können beim falschen Umgang mit diesen Lebensmitteln Toxine entstehen, die zu schweren Vergiftungen führen können, bekannt als „Fried Rice Syndrome“.
Die wichtigste Regel, die Hobbyköche beherzigen sollten, ist die 3-Stunden-Regel: Gekochte Speisen dürfen maximal drei Stunden warmgehalten werden. Dabei ist eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius unerlässlich, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt sogar 65 Grad für maximale Sicherheit. Werden diese Vorgaben ignoriert, besteht ein erhöhtes Risiko für Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, wie Inside Digital berichtet.
Bacillus cereus im Fokus
Bacillus cereus ist ein Bakterium, das in Stärkehaltigen Lebensmitteln, besonders in Reis und Nudeln, vorkommt. Dieses Bakterium hat die Fähigkeit, Toxine zu produzieren, vor allem wenn Essen nicht richtig gelagert oder zu lange warmgehalten wird. Die Symptome einer Infektion sind dramatisch: Wer den Cereulid-Stamm erwischt, kann innerhalb weniger Stunden nach dem Verzehr mit starkem Erbrechen rechnen. Das BAV-Institut erklärt, dass die Toxine teilweise sogar hitzestabil sind und daher beim Kochen nicht immer unschädlich gemacht werden können.
Die gesundheitlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen. Jeder, der seine Rückstände dauerhaft und unsachgemäß behandelt, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Daher gilt auch hier: Zeit ist Geld, aber auch Sicherheit! Bei der Lagerung von Resten ist es wichtig, dass diese schnell abgekühlt werden. Ein guter Trick ist es, heiße Speisen in kleine Gefäße umzufüllen und sie bei Raumtemperatur oder in einem kalten Wasserbad abkühlen zu lassen. Im Sommer sollte man dafür abgedeckte Speisen in einem kühlen, dunklen Raum lagern.
Tipps für sichere Lagerung und Aufwärmen
Für eine sichere Aufbewahrung und Zubereitung gibt es klare Empfehlungen. Gekochte Speisen sollten im Kühlschrank bei maximal 7 Grad, besser noch bei 5 Grad gelagert werden. Prof. Hintzsche rät dazu, Reste nicht länger als zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufzubewahren, insbesondere bei Fisch und Fleisch sollten die Reste eher nach zwei Tagen verbraucht werden.
- Speisen, die aufgewärmt werden, sollten mindestens zehn Minuten lang auf über 70 Grad erhitzt werden.
- Das Einhalten der genannten Vorgaben schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Liebsten.
- Eine zu lange Standzeit kann fatale Folgen haben, genauso gut wie eine zu niedrige Lagertemperatur.
Werden diese Regeln missachtet, kann der Genuss am Essen schnell ins Gegenteil umschlagen. Vielleicht sollten wir alle etwas mehr auf die Temperaturen achten und die drei Stunden nicht vergessen – denn beim Warmhalten von Speisen gilt: Sicherheit geht vor!