Eine dramatische Brandserie hat in der Nacht vom 8. auf den 9. November die Feuerwehr Essen in Atem gehalten. Innerhalb weniger Stunden musste die Feuerwehr zu insgesamt neun Einsätzen im Essener Norden ausrücken. Die ersten Alarmierungen kamen bereits gegen Mitternacht, als ein qualmender Papierkorb fünf Kilometer vom Hauptgeschehen entfernt gemeldet wurde und somit die Brandserie ihren Lauf nahm. Nach Angaben von radioessen.de erstreckten sich die betroffenen Gebiete über Bredeney, Frintroper Straße, Klosterstraße, Krablerstraße und Nothofsbusch.

Ein großer Einsatz der Feuerwehr ereignete sich gegen 00.30 Uhr auf der Inselstraße in Altenessen. Dort brannte es im Innenhof einer Firma, wobei das Feuer so heftig war, dass die Fenster durch die enorme Hitze platzten. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr verhindern, dass die Flammen auf eine angrenzende Werkstatt übergriffen.

Rettung im Mehrfamilienhaus

Ein weiterer gravierender Vorfall folgte gegen 01.15 Uhr auf der Altenessener Straße. Hier brannte es im Keller eines Mehrfamilienhauses, wodurch die Treppenräume stark verraucht wurden. Insgesamt 22 Bewohner, darunter auch Kinder, mussten gerettet werden. Eine Person wurde mit einer Fluchthaube aus dem stark verrauchten Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Wie wdr.de berichtet, wurden die Anwohner in einem Bus betreut und anschließend bei Freunden, Verwandten oder in Notunterkünften untergebracht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, jedoch wurde das Gebäude vom Strom getrennt.

Die Feuerwehr rückte im Viertelstundentakt aus, um die verschiedenen Brände zu löschen, darunter auch ein brennendes Auto auf dem Gelände einer Kfz-Werkstatt und ein Müllcontainer an der Straße. Feuerwehrsprecher Nico Blum bezeichnete die Lage als „Materialschlacht“. Auch der Polizeisprecher René Bäuml äußerte Bedenken, dass die Brände gelegt wurden, da sie sich räumlich nah beieinander ereigneten und innerhalb weniger Stunden stattfanden. Daher wird nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt.

Die Ermittlungen laufen

Die Polizei arbeitet intensiv an den Ermittlungen, die auf mögliche Sachbeschädigungen und einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Bränden hindeuten. Die Umstände sind noch unklar, doch die Feuerwehr handelte schnell und effizient, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern und die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Insgesamt endeten die Einsätze gegen 04.00 Uhr und zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine gut ausgebildete Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger ist.

Die Ereignisse der letzten Nacht haben bei vielen Anwohnern Besorgnis ausgelöst. Die evakuierten Familien und insbesondere Kinder sind von der Situation stark betroffen, aber glücklicherweise konnte der Feuerwehr und der Polizei keine Verletzten vermeldet werden. In dieser kritischen Lage bewährte sich die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte, die für ihre schnelle Reaktionsfähigkeit gelobt werden.

Für die betroffenen Anwohner bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell aufklären können, wer für diese gefährliche Brandserie verantwortlich ist, und dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.