Das erste Brauereifest in Maisach, das im Juni 2025 stattfand, war ein Event, das die Gemeinde in Feierlaune versetzte und rund 8000 Besucher anlockte. Bürgermeister Hans Seidl bezeichnete es als gelungenen Auftakt und hob die Bedeutung des Festes für die Gemeinschaft hervor. Die Veranstaltung wurde von der örtlichen Brauerei, 30 Vereinen und der Gemeinde organisiert und fand über drei Tage im Hof der historischen Brauerei statt. Die Idee des Festes, die aus Kühbach übernommen wurde, kam bestens an und zog nicht nur die heimische Bevölkerung an, sondern auch viele junge und auswärtige Gäste, die das bunte Treiben vor Ort genossen.
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Die kulinarische Verpflegung wurde von Vereinen aus sechs Ortsteilen übernommen, und die Werbung für das Fest erhielt durch die Gemeinde zusätzlichen Schwung. Geöffnet wurde das Fest feierlich durch den Einzug des Fanfarenzugs Gernlinden, dessen Musik mit historischen Klängen die Besucher in Stimmung brachte. Ein stimmungsvolles Wetter trug ebenfalls zur guten Laune bei, während eine fröhliche Partyband für musikalische Unterhaltung sorgte. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten beim Bieranstich – der Bürgermeister kämpfte mit dem falschen Zapfhahn – verliefen die Feierlichkeiten insgesamt erfolgreich.
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Finanzielle Bilanz des Festes
Doch die Freude wurde durch die finanzielle Bilanz getrübt. Statt des erhofften Defizits von 6000 Euro musste die Gemeinde mit einem Minus von 20.000 Euro rechnen. In Anbetracht der vorangegangenen Volksfeste, die Defizite von 54.000 Euro in 2022 und 40.000 Euro in 2023 hinterließen, war dies eine ernüchternde Nachricht. Die Gesamtausgaben für das Brauereifest brachten zahlreiche Posten mit sich: 4000 Euro für Personaleinsatz und Maschinen des Bauhofs, 1000 Euro für Hüttenausleihe und -transport, 2700 Euro für technische Unterstützung durch Rathausmitarbeiter, und rund 12.400 Euro für Strom, Wasser sowie Verpflegung der Helfer. Die Gemeinde übernahm 1800 Euro davon, was die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde endgültig auf die Probe stellte.
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Der Gemeinderat entschied, künftig nicht mehr am Helferessen zu zahlen. Bürgermeister Seidl befürwortet trotzdem die Fortführung des Brauereifestes als einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Vereine. Für 2026 wird angestrebt, das Defizit auf 15.000 Euro zu begrenzen. Die Grünen haben sich bereits für Verhandlungen mit der Brauerei über eine Kostenbeteiligung ausgesprochen, was von den anderen Ratsmitgliedern begrüßt wurde.
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Gemeinschaft stärken
Die Planung solcher Veranstaltungen birgt jedoch immer ihre Herausforderungen. Es ist wichtig, alle zu erwartenden Ausgaben genau zu erfassen und eine kostensensible Planung zu betreiben. Sponsoren und Förderer sind wichtige Partner, gerade wenn es um die finanzielle Ausstattung unter dem Aspekt der Gemeinnützigkeit geht. Auch die Möglichkeiten zur Einnahmengenerierung, etwa durch den Verkauf von Speisen und Getränken oder durch lokale Sponsoren, spielen eine zentrale Rolle.
(Deutsches Ehrenamt)
Für viele Festivitäten sind vor allem die Marktanalysen und zielgerichtete Marketingmaßnahmen entscheidend, um auch tatsächlich die gesetzten Ziele zu erreichen. So müssen Fehler bei der Budgetierung oder unangemessene Ausgaben vermieden werden, um nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Das Brauereifest in Maisach zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt der Gemeinschaft ist, auch wenn die Zahlen nicht den großen Erfolg widerspiegeln.
(Merkur)