In der beliebten Seifenoper „Alles was zählt“ kriselt es gewaltig, denn es steht ein Notfall ins Haus, der die Darstellerin Gabriella (Bianca Hein) vor ernsthafte Herausforderungen stellt. Sie lebt zur Zeit in Essen und führt eine Beziehung mit Ben (Jörg Rohde), während ein unerwarteter Vorfall in ihrer Heimatpraxis in Argentinien auf sie wartet. Ihr Hausmeister hat sie über einen Einbruch informiert, der erhebliche Schäden verursacht hat: Die Einrichtung ist verwüstet, Waschbecken sind verstopft und Wasserhähne wurden mutwillig aufgedreht. Gabriella ist gezwungen, nach Buenos Aires zu reisen, um sich um die nötigen Gespräche mit der Versicherung zu kümmern und ihre besorgten Kunden zu beruhigen. Diese Nachricht wird allein aufgebrochen, denn der Einbrecher ist niemand geringerer als ihr eigener Zwillingsbruder Maximilian (Francisco Medina), der zusammen mit Kilian (Marc Dumitru) einen Plan geschmiedet hat, um während ihrer Abwesenheit Ben zu schaden.
Während Gabriella sich um ihre negativen Erfahrungen kümmern muss, wird deutlich, wie wichtig es ist, in solch dringenden Fällen die richtige Unterstützung zu haben. Sollten Sie jemals Opfer einer Straftat werden, ist die sofortige Kontaktaufnahme mit der Österreichischen Botschaft Buenos Aires unerlässlich. Die Botschaft bietet nicht nur rechtliche Unterstützung an, sondern hilft auch bei der Beschaffung wichtiger Polizeidokumente, die für Versicherungsansprüche von Bedeutung sein können. Außerhalb der Dienstzeiten steht der Bereitschaftsdienst unter der Nummer (+54) 911 5750 1444 zur Verfügung, falls der Bedarf rasch besteht.
Die Realität in Argentinien
Argentinien hat nicht nur Gabriella vor große Herausforderungen gestellt. Die Situation im Land zeigt sich in alarmierenden Zahlen, denn im Jahr 2023 wurden insgesamt 308 geschlechtsspezifische Tötungen registriert, wie diverse NGOs berichten. Traumatische 62 Prozent dieser Tötungen fanden im häuslichen Umfeld statt. Im Zusammenhang mit diesen Verbrechen ist es besorgniserregend, dass die Zahl der Hassverbrechen aufgrund der Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung in den letzten Jahren angestiegen ist, 2022 wurden 129 solcher Taten gemeldet. Auch die Ermittlungen rund um das Verschwinden der 28-jährigen Cecilia Strzyzowski in Resistencia, Provinz Chaco, haben bis Ende 2023 nur mäßige Fortschritte erzielt.
Doch nicht nur die politischen Verhältnisse geben Anlass zur Sorge. Die Berichte über die Tötung der 40-jährigen trans Frau Sofía Inés Fernández, die unter fragwürdigen Umständen in einer Polizeizelle aufgefunden wurde, stellen die Sicherheitslage für LGBTQ+-Personen in Argentinien infrage. Die vorläufige Autopsie hat das Leben der Frau als durch Ersticken beendet ausgewiesen, während die Polizei von Selbstmord sprach. Solche Vorfälle beunruhigen die Gesellschaft und es bleibt abzuwarten, wie die neuen Gesetze zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die im Oktober 2023 beschlossen wurden, die Situation tatsächlich beeinflussen werden.
Während Gabriella in ihrer Seifenoper kämpft und die Zuschauer mit ihrer Geschichte fesselt, ist es wichtig, auch über die drängenden Probleme in der realen Welt informiert zu sein. Die Geschichten von Tragödien und Herausforderungen erinnern uns daran, wie wichtig es ist, aufeinander achtzugeben und füreinander da zu sein.