Heute, am 2. November 2025, feiert der Film „Amrum“ seine Premiere. Regisseur Fatih Akin bringt mit diesem Drama die bewegenden Kindheitserinnerungen des renommierten Autors Hark Bohm auf die große Leinwand. Die Geschichte spielt im Frühling 1945, zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, und ist auf der malerischen Nordseeinsel Amrum angesiedelt. Während das Kriegschaos die Welt um sie herum erschüttert, bleibt die Insel von den direkten Auswirkungen weitgehend verschont. Doch das drohende Unheil ist spürbar, und die Lebensmittelknappheit bedroht das Dasein der Insulaner.
Im Zentrum der Geschichte steht Tessa, eine rustikale Bäuerin, die von Diane Kruger verkörpert wird. Sie bestellt ihre Felder mit Kartoffeln, während der zwölfjährige Nanning, gespielt von Jasper Billerbeck, ihr als Helfer zur Seite steht. Nanning ist mit seiner Familie aus Hamburg geflohen: Seine Mutter Hille und seine Geschwister sind in einer prekären Situation, da das neugeborene Baby zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Obwohl die Familie über genügend Essensmarken verfügt, ist sie durch die hakenkreuzgeschmückte Fahne vor ihrem Haus als Außenseiter gekennzeichnet.
Ein Blick in die Kindheit von Hark Bohm
Hark Bohm, der am 18. Mai 1939 in Hamburg geboren wurde und seine Kindheit auf Amrum verbrachte, verarbeitet in seinem gleichnamigen Roman nicht nur persönliche Erinnerungen, sondern thematisiert auch die schwierige Beziehung zu seinen Eltern, die dem nationalsozialistischen System nahestanden. In den Erzählungen des Romans wird deutlich, dass Nanning und seine Freunde in der unsicheren Zeit versuchen, trotz der widrigen Umstände eine Kindheit zu erleben. Sie helfen Tessa, nicht einfach nur um zu überleben, sondern auch um die Hoffnung auf ein besseres Leben zu nähren.
Die originale Buchausgabe von „Amrum“ umfasst 304 Seiten und ist im Ullstein Verlag erschienen. Sie kostet 23,99 € und ist bereits auf dem Markt erhältlich. Der Roman wurde sozusagen als Hommage an die Insel verfasst, auf der Bohm aufwuchs und die tiefen Wurzeln seiner Herkunft verankert sind. Mit der Verfilmung durch Fatih Akin erhält die Geschichte nun eine weitere Dimension und wird sicherlich viele Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Ein Leben für den Film
Hark Bohm ist nicht nur ein erfolgreicher Schriftsteller, sondern kann auch auf eine bemerkenswerte Karriere im Film zurückblicken. Er hat zahlreiche Filme als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor realisiert und sogar Preise wie den Deutschen Filmpreis für seine herausragenden Beiträge zur Filmkunst erhalten. Unter anderem ist er bekannt für den sozialkritischen Film „Nordsee ist Mordsee“, der einen wichtigen Platz im deutschen Kino einnimmt. Seine vielfältigen Erfahrungen machen ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit in der deutschen Filmszene.
Der Film „Amrum“ feierte bereits im Mai 2024 seine Premiere in Cannes und wird die Zuschauer hoffentlich mit seiner bewegenden Geschichte und den starken Charakteren auf eine emotionale Reise mitnehmen.
Für alle Interessierten bietet sich nun die Gelegenheit, sowohl das Buch als auch die Verfilmung zu erleben – beides zeugt von Bohms einfühlsamer Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit und lädt dazu ein, die Geschichte der Menschen auf Amrum neu zu entdecken.
Informationen über den Film und das Buch können auf den folgenden Seiten gefunden werden: Mülheim-Ruhr, NDR, und Wikipedia.