Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür und mit ihr auch die allseits beliebten Adventskalender. Doch Vorsicht: Auch wenn viele Kalender kindliche Designs tragen, heißt das nicht, dass sie auch für Kinder geeignet sind. Helena Nareyka, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen, hebt hervor, dass eine erhebliche Anzahl dieser Kalender Alkohol enthält. Ein aktueller Marktcheck hat gezeigt, dass von 80 untersuchten Adventskalendern 37 tatsächlich Alkohol beinhalten. Dabei sind nur 8 dieser alkoholhaltigen Kalender so gekennzeichnet, dass Käufer sie auf den ersten Blick als alkoholhaltig identifizieren können. Die Radio Euskirchen berichtet, dass die Pflicht zur Kennzeichnung von Alkohol in den Zutatenlisten zwar besteht, ein Hinweis auf der Vorderseite jedoch nicht notwendig ist.
Besonders alarmierend ist, dass unter den 37 alkoholhaltigen Adventskalendern 9 Kalender mit kindgerechtem Design sind, jedoch keiner von ihnen weist auf der Vorderseite auf den enthaltenen Alkohol hin. Nareyka empfiehlt, die Rückseite jedes Kalenders zu checken und nach Signalwörtern wie „Likör“, „Marc de Champagne“ oder „Crème de Cassis“ Ausschau zu halten. Verbraucher sollten beim Kauf besonders darauf achten, Kalender zu wählen, die explizit als „alkoholfrei“ gekennzeichnet sind. Alternativ kann auch ein selbstgemachter Kalender eine kreative und kinderfreundliche Lösung darstellen.
Selbermachen als sichere Alternative
Wer sichergehen möchte, dass der Kalender keine unerwünschten Überraschungen bietet, dem empfiehlt es sich, selbst Hand anzulegen. Ein einfaches Rezept für einen Adventskalender aus Schokoladenbrot präsentiert sich als wertvolle Idee. Die Zutatenliste umfasst unter anderem 200 g Butter, 140 g Zucker, 3 Eier und Schokoraspeln. Die Zubereitung ist einfach und schnell: Nach dem Vorheizen des Backofens auf 180 Grad wird der Teig in der Backform gebacken und anschließend in 25 gleich große Würfel geschnitten. Diese können dann festlich verziert und nummeriert werden, was eine schöne Möglichkeit bietet, die Tage bis Weihnachten zu zählen.
Nachhaltigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis
Ein weiterer Aspekt, der beim Kauf von Adventskalendern immer mehr in den Fokus rückt, ist die Nachhaltigkeit. Eine Untersuchung ergibt, dass von 79 angeschauten Kalendern 18 aus recyclebarem Material bestehen. Es gibt auch einige Hersteller, die von Plastik auf Karton umgestellt haben, was ein Schritt in die richtige Richtung ist. Dennoch besteht hier noch Spielraum für Verbesserungen, um umweltfreundliche Alternativen zu fördern.
Beim Preisvergleich wird deutlich, dass Adventskalender oft das Doppelte oder Dreifache des Kilogrammpreises regulärer Produkte kosten. Diese Preisaufschläge sind oft bedingt durch die festliche Gestaltung und die Einzelverpackungen. Verbraucher sollten also auch beim Kauf auf eine klare Kennzeichnung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten, um eine informierte Entscheidung treffen zu können. Weitere Informationen und hilfreiche Tipps finden sich auf mein-adventskalender.de und der Verbraucherzentrale Bremen.