In Düsseldorf wurde kürzlich der „NRW-Plan für gute Infrastruktur“ gefeiert und das sorgt für viel Gesprächsstoff im Kreis Euskirchen. Die CDU und die Grünen freuen sich über einen kräftigen Geldsegen von knapp 133 Millionen Euro, welcher über einen Zeitraum von zwölf Jahren verteilt wird. Diese Summe fließt an elf Kommunen sowie die Kreisverwaltung Euskirchen und soll in verschiedene Bereichen wie Schulen, Kitas, Straßen, Radwege und energetische Sanierungen investiert werden. Das hat Rundschau Online berichtet.
Ingo Pfennings von der CDU betont, dass dieses Programm ein starkes Signal für die Region darstellt. Er hebt die unbürokratische Verteilung der Mittel hervor, die den Kommunen dringend benötigt werden. Aber nicht alle im Kreistag sind ganz überzeugt. Emmanuel Kunz von der SPD, der künftige Bürgermeister von Kall, macht klar, dass die neuen Gelder das Grundproblem der strukturellen Unterfinanzierung nicht lösen werden. Konkret erhält Kall 5,6 Millionen Euro – ein Betrag, der weniger als ein Prozent des Haushaltsvolumens von über 50 Millionen Euro ausmacht.
Verteilung der Gelder
Die Gelder werden auf die folgenden Kommunen verteilt:
| Gemeinde | Betrag |
|---|---|
| Bad Münstereifel | 10,3 Millionen |
| Blankenheim | 6,9 Millionen |
| Dahlem | 3,9 Millionen |
| Euskirchen | 26,6 Millionen |
| Hellenthal | 6 Millionen |
| Kall | 5,6 Millionen |
| Mechernich | 14,4 Millionen |
| Nettersheim | 5,5 Millionen |
| Schleiden | 8,1 Millionen |
| Weilerswist | 8,4 Millionen |
| Zülpich | 10,6 Millionen |
| Kreisverwaltung Euskirchen | 26,6 Millionen |
Politischer Kontext und Herausforderungen
Markus Ramers, Landrat der Region, äußert scharfe Kritik an der unzureichenden Mittelweitergabe der Landesregierung. Er fordert mehr Unterstützung, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Kommunen in NRW viele Herausforderungen zu meistern haben. Mit über 18 Millionen Euro fehlen für die Kreisverwaltung und über 90 Millionen Euro für die gesamte kommunale Familie dringend benötigte Mittel.
Es ist spannend zu sehen, wie sich die politische Situation in Nordrhein-Westfalen entwickelt, wo die CDU und die Grünen seit der letzten Wahl 2022 eine Koalition bilden. NRW ist mit über 18 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste und dicht besiedeltste Bundesland in Deutschland. Die Region hat nicht nur wirtschaftlich viel zu bieten, sondern auch kulturell. Die Städte wie Köln, Düsseldorf und Dortmund sind absolute Anziehungspunkte. Für die Leute in Euskirchen bleibt jedoch abzuwarten, ob die neuen Gelder langfristig einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität in der Region haben werden. Wie verschiedene Stimmen aus der Politik klarstellen, bleibt auch hier noch viel zu tun.