Am Weiberdonnerstag, dem 12. Februar 2026, wird Köln zum Schauplatz bunter Feiern und fröhlicher Jecken. Doch die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch, denn in diesem Jahr kommen über 1.500 zusätzliche Polizisten zum Einsatz, um ein sicheres Feiern zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist besonders wichtig, da im Zülpicher Viertel, einem der Hotspots des Karnevals, weniger Menschen als üblich erwartet werden. Das berichtet Radio Euskirchen.

Die Polizei wird dabei nicht allein stehen. Auch die Feuerwehr und das Ordnungsamt erhöhen ihre Präsenz, um schnell auf mögliche Vorfälle reagieren zu können. Zudem wird eine neue Regelung eingeführt, die besagt, dass die Ausweichfläche auf der Uniwiese um ein Drittel kleiner sein wird. Ein dritter Eingang ins Viertel, der am Barbarossaplatz eingerichtet wird, soll für bessere Strömung der feiernden Menschenmenge sorgen.

Sondermaßnahmen und Sicherheitstipps

Um die allgemein hohe Sicherheit zu fördern, werden in diesem Jahr mehr WC-Container und Mülleimer aufgestellt als in den Vorjahren. Zusätzlich wird Sicherheitspersonal der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) in den Bahnhöfen präsent sein, die an den Bahngleisen abgeriegelt werden. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Situation für die feiernden Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Euskirchener Polizei hat außerdem einige Sicherheitstipps zusammengestellt, die Menschen im Karneval beachten sollten:

  • Wertsachen immer im Blick behalten, um Taschendiebstahl zu vermeiden.
  • In Gruppen bleiben und gegenseitig aufpassen.
  • Getränke im Auge behalten, um K.-o.-Tropfen zu vermeiden.
  • Nicht alkoholisiert Auto fahren.
  • Bei Notsituationen die Polizei unter 110 kontaktieren.

Vorfälle und Ermittlungen

Doch trotz all der Sicherheitsmaßnahmen kam es bereits zu besorgniserregenden Vorfällen. Laut Rundschau Online ermitteln die Behörden gegen mehrere Security-Mitarbeiter, die verdächtigt werden, in der Vergangenheit illegal Geld eingenommen zu haben. So wurde ein 20-Jähriger mit mehreren Tausend Euro aufgegriffen. Auch schreckliche Zwischenfälle ereigneten sich: Ein 18-Jähriger wollte eine 17-Jährige gegen ihren Willen küssen und leistete dabei massiven Widerstand, indem er einen Polizisten biss und versuchte, ihm eine Waffe zu entreißen.

Darüber hinaus wurde ein 24-Jähriger, der Polizisten während eines Notfalls beleidigte und sie dann mit Schlägen angriff, in Gewahrsam genommen. Dies sind nur einige der Vorfälle, die Polizei sprach bis zum Spätherbst 2026 insgesamt 63 Platzverweise aus und nahm 96 Strafanzeigen auf, überwiegend wegen Körperverletzung, Taschendiebstahl und Sexualdelikten. Praktisch sind auch die 350 Wildpinkler, die während des Feierns erwischt wurden!

Vorbeugung von Straftaten

Die Polizei hat auch Empfehlungen ausgesprochen, die für Gewerbetreibende wichtig sind, um Straftaten während des Karnevals vorzubeugen. Dabei liegt der Fokus auf dem Schutz vor Betrug, Taschendiebstahl und weiteren Delikten. Das Informationsmaterial dazu kann gratis bei Beratungsstellen angefordert werden. Es bietet wertvolle Tipps zur Vorbeugung – von der Sensibilisierung für Trickdiebstähle bis hin zu konkreten Handlungshinweisen für Sicherheitskräfte bei Großveranstaltungen, wie sie auf polizei-beratung.de zu finden sind.

Mit der Kombination aus hoher Sicherheitspräsenz und einer klaren Strategie hoffen die Verantwortlichen, dass die Karnevalsfeiern in Köln friedlich und unbeschwert verlaufen.