In Euskirchen tut sich was: Die Bauarbeiten an der Sportanlage im Auel haben nun offiziell begonnen. Bereits vor einem halben Jahr war die Sanierung geplant, doch die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat das Ganze gehörig durcheinandergewirbelt. Die Euskirchener Stadtverwaltung und das beauftragte Planungsbüro sind jedoch optimistisch, dass die Anlage bis zum kommenden Sommer fertiggestellt sein wird, wie Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.
Das Investitionsvolumen für die Sportanlage beläuft sich auf über 6,2 Millionen Euro. Bürgermeister Sacha Reichelt und Diplom-Ingenieur Markus Fischer betonen in diesem Zusammenhang den ambitionierten Zeitplan. Geplant sind zwei Kunstrasenplätze, ein Kleinspielfeld, eine überdachte Mehrzweckhalle sowie ein Beachvolleyballplatz. Damit soll nicht nur der Sport gefördert, sondern auch der soziale Zusammenhalt in der Gemeinde gestärkt werden.
Ambitionierte Pläne und Fortschritte
Bereits beim Spatenstich waren sich alle Verantwortlichen einig: Hier liegt eine große Chance. Die Baufortschritte sind deutlich sichtbar; alte Fangzäune wurden abmontiert und die Dimensionen des zukünftigen Kleinspielfeldes sind erkennbar. Auch das Umkleidegebäude wird um einen Meter höher gelegt, um dem Hochwasser besser trotzen zu können. Besonders clever: Die Kunstrasenplätze sowie der Bereich rund um die Mehrzweckhalle werden als Retentionsflächen dienen, um überschüssiges Wasser aufzufangen.
Für die Beleuchtung der neuen Sportanlagen hat man sich bewusst für warmweiße LED-Leuchten entschieden, die nicht nur ein angenehmes Licht spenden, sondern auch ökologisch sinnvoll sind. Die Kosten für die Beleuchtung der Rundlaufbahn betragen rund 35.000 Euro. Zudem sind für die Baustraße zwischen der Paul-Keller-Straße und dem ehemaligen Aschenplatz Kanalarbeiten vorgesehen.
Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe
Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe wird von zahlreichen Projekten begleitet. Ein neuer Praxisleitfaden vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) mit dem Titel „Nach der Flutkatastrophe: Chance für Veränderung“ bietet praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Kommunen nach den verheerenden Ereignissen im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen. Ziel des Leitfadens, der im Rahmen des Projekts KAHR (Klimaanpassung, Hochwasser, Resilienz) gefördert wird, ist es, beim Wiederaufbau zu unterstützen und klimaresiliente Siedlungsentwicklung zu fördern, wie auf Bayika zu lesen ist.
In einem solchen Kontext ist die neue Sportanlage nicht nur ein Ort für sportliche Betätigung, sondern symbolisiert auch den Neuanfang und die Resilienz der Gemeinschaft. Mit der JSG Erft Euskirchen wird zudem eine neue Heimspielstätte geschaffen, während der SC Roitzheim im Sommer 2026 von Kuchenheim nach Euskirchen zieht.
Die Stadtverwaltung zeigt sich optimistisch, die bereitgestellten Mittel aus dem Wiederaufbaufonds werden voraussichtlich auch ohne große Probleme abgerufen werden können. Euskirchen nimmt damit eine zukunftsweisende Rolle in der Region ein und beweist ein gutes Händchen beim Wiederaufbau der Infrastruktur.