In Gelsenkirchen, einer der 17 Städte, die sich gemeinsam für die Olympiabewerbung KölnRheinRuhr 2036, 2040 und 2044 engagieren, stehen wichtige Entscheidungen an. Die Bürger der Stadt haben die Möglichkeit, bis spätestens 19. April 2026 über die Teilnahme an dieser Bewerbung abzustimmen. Das Besondere daran: Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Brief. Die Abstimmungsunterlagen werden ab dem 23. März 2026 versandt. Wer bis zum 30. März 2026 keine Unterlagen erhalten hat, sollte sich bei der Stimmscheinstelle im Hans-Sachs-Haus melden.
Die Öffnungszeiten der Stimmscheinstelle sind dabei klar geregelt: Montag und Dienstag von 8 bis 16 Uhr, Mittwoch von 8 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr. Wohnungslose sowie EU-Bürger ohne Meldepflicht haben die Möglichkeit, in den BÜRGERcentern einen Antrag auf Eintragung in das Abstimmungsverzeichnis zu stellen. Ab dem 30. März 2026 kann das Abstimmungsverzeichnis im Hans-Sachs-Haus eingesehen werden. Für die Bürger ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren und ihre Stimme abzugeben, denn die Abstimmung ist entscheidend für die Stadt Gelsenkirchen und die gesamte Region.
Wichtige Details zur Olympiabewerbung
Die Kampagne für die Bewerbung wird von einer Vielzahl an Institutionen unterstützt, darunter die Landesregierung, der Landessportbund NRW sowie der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW. Am 19. Januar 2026 startet die öffentliche Kampagne, die drei Monate vor den Bürgerentscheiden stattfinden wird. Rund vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen sind abstimmungsberechtigt, darunter alle EU-Bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in den teilnehmenden Kommunen wohnen. Die Abstimmungsfrage wird eine klare Ja-/Nein-Entscheidung zur Teilnahme an der Bewerbung sein.
Die finale Entscheidung über die deutsche Bewerbung wird am 26. September 2026 im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) getroffen. Besonders hervorzuheben ist, dass 90% der benötigten Sportstätten bereits vorhanden sind, was die Bewerbung nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll erscheinen lässt. Die Olympischen Spiele sollen mit einem nachhaltigen Plan durchgeführt werden, der auf bestehenden oder temporären Sportstätten basiert. Dies umfasst auch, dass alle paralympischen Sportarten in denselben Sportstätten wie die olympischen stattfinden werden.
Die Herausforderungen und Chancen
Die Bewerbung ist jedoch nicht ohne Kontroversen. Kritiker weisen auf die hohen Kosten hin, die auf rund 4,8 Milliarden Euro geschätzt werden, wobei diese vollständig privat finanziert werden sollen. Oberbürgermeister Torsten Burmester erklärt, dass Gewinne durch den Ticketverkauf erwartet werden. Derzeit bewerben sich auch andere Städte wie München, Berlin und Hamburg um die Austragung der Spiele, was den Wettbewerb um die deutsche Bewerbung intensiviert.
Für die Bürger Gelsenkirchens und der anderen beteiligten Städte ist es nun entscheidend, sich aktiv an der Abstimmung zu beteiligen. Ein negatives Ergebnis in einer Kommune könnte dazu führen, dass diese Stadt nicht mehr an der Bewerbung teilnehmen kann, was die Gesamtbewerbung gefährden würde. Daher ist es wichtig, dass die Stimmen bis zum 19. April 2026 ankommen, um ein deutliches Zeichen für die Unterstützung der Olympiabewerbung zu setzen.
Für weitere Informationen und um auf dem Laufenden zu bleiben, können interessierte Bürger die offizielle Website der Olympiabewerbung besuchen: olympiabewerbung.nrw. Dort finden sich aktuelle Nachrichten, Details zur Kampagne und die Möglichkeit, sich über die Abstimmung zu informieren. Für Gelsenkirchen und die gesamte Region könnte dies eine einmalige Chance sein, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren und den Sport in der Region nachhaltig zu fördern.
Mehr Informationen über die Abstimmung und die Olympiabewerbung können auch auf der offiziellen Webseite von Gelsenkirchen gefunden werden.
Wir halten Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden und wünschen viel Erfolg bei der Abstimmung!





