Neuer Live-Mitschnitt: Wagners Götterdämmerung erregt in Bayreuth Aufsehen!
Erleben Sie die umstrittene Inszenierung von Wagners "Götterdämmerung" bei den Bayreuther Festspielen 2025 mit Hagen und seinen Konflikten.

Neuer Live-Mitschnitt: Wagners Götterdämmerung erregt in Bayreuth Aufsehen!
Am 31. Dezember 2025 wurde ein Live-Mitschnitt von Richard Wagners „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen 2022 auf Blu-ray veröffentlicht. Diese Premiere sorgte für gemischte Gefühle im Publikum, das nicht alle neuen Interpretationen und visuelle Elemente von Regisseur Valentin Schwarz goutierte. Das Bühnenbild, hergestellt von Andrea Cozzi, und die Kostüme von Andy Besuch tragen zur spannungsgeladenen Atmosphäre der Inszenierung bei, die von vielen als kraftvolles Musiktheater beschrieben wird. In dieser Produktion spielt die Tochter von Brünnhilde und Siegfried, ein Symbol von Hoffnung auf eine bessere Welt, eine zentrale Rolle.
Die Beziehung zwischen Siegfried und Brünnhilde ist angespannt, während Siegfried mit Grane zu neuen Taten aufbricht und seine Tochter unter Albträumen leidet. Seltsame Wendungen nimmt die Geschichte, als Alberich eine Spielzeugpistole stiehlt und Hagen, der Chef des Gibichungen-Clans, die Zügel der Macht in die Hand nimmt. Kritiker haben die Inszenierung, besonders die Darstellung der Figur Gunther, der Anzeichen von ADHS zeigt, unterschiedlich bewertet. Die Großwildjagd, an der Gunther und Gutrune teilnehmen, erhielt ebenfalls Aufmerksamkeit, besonders als Allegorie auf die Familie Geissens, wie BR-Klassik feststellt.
Regie und Musikalische Interpretation
Die Inszenierung wurde als problematisch beschrieben, insbesondere im zweiten Akt, wo viele Ideen nicht ausreichend vorbereitet oder zu Ende gedacht wurden. Dennoch zeigt die musikalische Darbietung, unter der Leitung von Dirigent Cornelius Meister, einige Glanzpunkte. In besonders guter Form präsentierte sich Simone Young mit ihrem Klangideal, während Catherine Foster in ihrem Schlussmonolog beeindruckte. Mika Kares als Hagen und Christa Mayer als Waltraute haben ebenfalls herausragende Leistungen gezeigt. Clay Hilley als Siegfried erhielt positive Erwähnung, obwohl Klaus Florian Vogt Schwierigkeiten mit der Inszenierung hatte. Besonders markant war die Höhepunkt-Szene im ersten Aufzug, als Brünnhilde von Gunther überwältigt wird, ein Moment, der die intensiven Emotionen der Charaktere perfekt einfängt.
Ein schmutziger Swimmingpool im dritten Aufzug und die symbolische Projektion von schwangeren Zwillingen gegen Ende der Vorstellung stellen Fragen zur Natur des Lebens und der Zeit. Der Tod des Ring-Kindes, beeinflusst von den Rheintöchtern, ist ein weiterer tragischer Moment, der die Zuschauer bewegt. Der Opernfreund hebt hervor, dass die Beziehung zwischen Brünnhilde und Grane, die an Salome erinnert, sowohl einer Verbindung als auch einem Bruch von Normen und Werten entspricht.
Ausblick auf die Festspiele 2026
Die nächsten Bayreuther Festspiele werden im Juli 2026 wieder stattfinden, wobei aufregende neue Aspekte wie die Einbindung von Künstlicher Intelligenz in die Inszenierung des „Ring des Nibelungen“ unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann in den Fokus rücken sollen. Es bleibt abzuwarten, wie das Publikum auf diese innovativen Konzepte reagieren wird, während der ungebrochene Ruhm Richard Wagners und seine komplexen Charaktere weiterhin inspirieren.
Für die Liebhaber der Oper gibt es einen Ausblick auf die kommenden Aufführungen, darunter auch „Tristan und Isolde“ sowie mehrere Teile des „Ring“, die bereits für den August 2026 geplant sind. Tickets können über die Freunde von Bayreuth für Mitglieder oder online bestellt werden.